Sonntag, 11. November 2012

Off Shore

"Off Shore" ist ein Film von Sven J. Matten aus dem Jahr 2011. Das Drehbuch schrieb Matten zusammen mit Viola Siegemund.

Der junge Andi (André Würde) hat gerade sein Studium abgeschlossen und kommt nach Fuerteventura, um Surfen zu lernen. Seine Surflehrerin Tina (Alexandra Sydow) kümmert sich um ihn und zeigt ihm seine Unterkunft. Eigentlich ist Andi aber auf der Suche nach seinem Vater, der damals seine schwangere Freundin verlassen hat und den Andi noch nie gesehen hat. Er soll auf Fuerteventura leben, aber außer ein paar alten Fotos und viel Wut im Bauch, hat Andi keine weiteren Anhaltspunkte.

Überraschenderweise findet er doch recht schnell seinen Vater, der sich offensichtlich freut, seinen Sohn zu sehen und Andi weiß nicht so recht, was er davon halten soll. Leider ist Chris (Marko Pustisek) aber ziemlich unzuverlässig und als er zu einer Verabredung nicht erscheint, ist Andi mächtig sauer.

Ablenkung findet er bei der Surferclique und bei Tina, die scheinbar ein Auge auf ihn geworfen hat. Er lernt den hübschen Surfer Pedro (Benjamin Martins) kennen, zu dem er sich irgendwie hingezogen fühlt. Beide klagen sich gegenseitig ihr Leid über ihre Väter, bis sich herausstellt, dass es sich dabei in beiden Fällen um Chris handelt. Hoppla.

Tut mir leid, es ist so ein schöner und beschaulicher Novembersonntag, aber ich muss jetzt leider ein bisschen gemein werden, weil dieser Film so dämlich ist, dass ich dringend davor warnen muss. Hier stimmt nämlich absolut gar nichts, das ist alles nur unterirdisch. Dieses sehr dünne Filmchen gleicht einer schlechten Soap, die Dialoge sind zum Weglaufen und die "Darsteller" verfügen über kein sichtbares oder auch nur unsichtbares Talent.

Die Musikuntermalung ist aufdringlich bis zum geht nicht mehr und ziemlich nervtötend. Ich habe mich tapfer durch die knapp neunzig Minuten gequält und immer wieder versucht, der Sache etwas Gutes abgewinnen zu können, leider vergeblich. Nein, das geht leider gar nicht, hier ist alles nur schlimm.

Gelegentlich kann man ein wenig schmunzeln, auch wenn das sicher nicht so geplant war. Andi, der ja schließlich Surfen lernen will, hat Angst vor dem Wasser. Kann ja passieren, aber wenn er die meiste Zeit über das Surfboard mit sich herumträgt, ohne es zu benutzen, dann wirkt das schon etwas albern.

Ich will doch hoffen, dass die ganze Crew einen schönen Urlaub auf Fuerteventura hatte, aber die Filmerei hätten sie sich schenken können. Bitte verpassen, nicht empfehlenswert.

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