"Zelle R 17" - "Brute Force" ist ein Film von Jules Dassin aus dem Jahr 1947. Das Drehbuch stammt von Richard Brooks und beruht auf einer Erzählung von Robert Patterson.
Schauplatz der Handlung ist das überfüllte Westgate-Gefängnis. Hier gibt es keine Hoffnung, nur Gewalt und Verrat. Der überforderte und schwache Gefängnisdirektor lässt dem sadistischen Aufseher Captain Munsey (Hume Cronyn) weitgehend freie Hand, auch wenn dessen Methoden mehr als fragwürdig sind. Dass Munsey auf den Posten des Direktors scharf ist, wird von diesem nicht einmal bemerkt. Lediglich der alte Gefängnisarzt kommt ihm auf die Schliche, doch der ist zu resigniert, um etwas unternehmen zu können. Er flüchtet sich lieber in den Alkohol.
In der Zelle R 17 leben fünf Häftlinge, darunter Joe Collins (Burt Lancaster), der gerade aus der Einzelhaft kommt, die ihm ein Spitzel von Munsey eingebracht hat. Der muss seine Tat aber schon bald mit seinem Leben bezahlen.
Die Häftlinge sind unzufrieden mit den Umständen im Gefängnis und es kommt wiederholt zu Protesten und kleinen Aufständen, die der Direktor mit der Streichung sämtlicher Privilegien ahndet. Die Unzufriedenheit wächst dadurch weiter und die üblen Methoden des fiesen Munsey feuern dies zusätzlich noch an.
Joe Collins will einen Ausbruch wagen und scharrt ein paar Männer um sich. Von zwei verschiedenen Punkten aus wollen sie zeitgleich einen Angriff starten, um die Wärter im Wachturm zu überraschen. Der Plan ist gefährlich und droht schon vor Beginn zu scheitern, als Munsey durch einen seiner Spitzel davon erfährt. Praktisch ohne jede Hoffnung ziehen die Männer trotzdem ihren Angriff durch, was in einem gewaltigen Blutbad endet.
Also für diesen Film braucht man schon starke Nerven. Selten war es deprimierender zu beobachten, wie hier die Häftlinge fast schon wissentlich in den eigenen Tod rennen. Hoffnung auf ein Happy-End gibt es zu keinem Zeitpunkt und doch starrt man gebannt auf die schrecklichen Ereignisse. Das ist schockierend und brutal, aber unglaublich gut gemacht.
Der wie immer schöne und charismatische Burt Lancaster ist die Seele des Films, der hier eine wahnsinnig gute Leistung zeigt und von dem man nicht die Augen lassen kann. Allein schon seinetwegen muss man diesen Film gesehen haben. Aber auch der Rest des Casts ist hervorragend, allen voran Hume Cronyn als Munsey, der so gemein und hinterhältig ist, dass man ihn wirklich nur hassen kann.
Insgesamt gesehen ein toller, aber auch unangenehmer Film, den ich nur sehr empfehlen kann.
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Sonntag, 30. Juni 2013
Samstag, 18. August 2012
Die Insel des Dr. Moreau
"Die Insel des Dr. Moreau" - "The Island of Dr. Moreau" ist ein Film von Don Taylor aus dem Jahr 1977 und beruht auf dem gleichnamigen Roman von H. G. Wells. Das Drehbuch stammt von Al Ramrus und John Herman Shaner.
Im Jahr 1911 strandet der junge Andrew Braddock (Michael York) nach einem Schiffsunglück auf einer Insel im Pazifik. Dort empfängt ihn der Wissenschaftler Dr. Paul Moreau (Burt Lancaster). Dieser lebt dort mit seinem Mündel Maria (Barbara Carrera), dem Aufseher Montgomery (Nigel Davenport) und einigen Bediensteten.
Schnell wird Andrew klar, dass hier einiges merkwürdig ist. Außerhalb des Lagers, in dem das Wohnhaus und diverse Hütten stehen, treiben sich verschiedene Tierarten herum und immer wieder erklingt schauriges Geschrei, das Andrew verstört. Dr. Moreau weiht Andrew schließlich in seine Forschungen ein. Mit Hilfe eines von ihm selbst entwickelten Serums, verändert er die Gene von wilden Tieren und macht sie so zu menschenähnlichen Wesen.
Aber die Natur lässt sich nicht so gerne ins Handwerk pfuschen und einige der Wesen planen den Aufstand, auch wenn ein Aufseher versucht, ihnen Regeln und Gesetze beizubringen. Als die Situation eskaliert, will Andrew mit Maria von der Insel fliehen, doch Dr. Moreau hat seine eigenen Pläne mit Andrew. Er soll auch als Versuchsobjekt benutzt werden, aber im umgekehrten Verhältnis. Aus Andrew soll ein Tier gemacht werden.
Hm, ein merkwürdiges kleines Filmchen, das schwer zu beurteilen ist. Als Kind habe ich solche Filme geliebt, heute allerdings sehe ich das etwas anders. Die Besetzung ist durchaus gelungen, Burt Lancaster ist tadellos in seiner Rolle, ebenso wie Nigel Davenport. Michael York und Barbara Carrera, die hier wie immer für einen exotischen Touch sorgt, lassen schon die Nähe zum B-Movie vermuten. Das ist nicht böse gemeint, ich sehe beide immer wieder gerne, aber ihnen wurden halt nie die ganz großen Rollen zuteil, was schon sehr schade ist, denn beide haben durchaus das Potenzial dafür gehabt.
Wie auch immer, der Film ist schon ganz unterhaltsam, auch wenn ich die Tier-/Menschenmasken etwas albern finde. Insgesamt gesehen schon eine Empfehlung von mir, weil der Film mich an die Filme meiner Kindheit erinnert hat. Kann man sich gerne ansehen.
Im Jahr 1911 strandet der junge Andrew Braddock (Michael York) nach einem Schiffsunglück auf einer Insel im Pazifik. Dort empfängt ihn der Wissenschaftler Dr. Paul Moreau (Burt Lancaster). Dieser lebt dort mit seinem Mündel Maria (Barbara Carrera), dem Aufseher Montgomery (Nigel Davenport) und einigen Bediensteten.
Schnell wird Andrew klar, dass hier einiges merkwürdig ist. Außerhalb des Lagers, in dem das Wohnhaus und diverse Hütten stehen, treiben sich verschiedene Tierarten herum und immer wieder erklingt schauriges Geschrei, das Andrew verstört. Dr. Moreau weiht Andrew schließlich in seine Forschungen ein. Mit Hilfe eines von ihm selbst entwickelten Serums, verändert er die Gene von wilden Tieren und macht sie so zu menschenähnlichen Wesen.
Aber die Natur lässt sich nicht so gerne ins Handwerk pfuschen und einige der Wesen planen den Aufstand, auch wenn ein Aufseher versucht, ihnen Regeln und Gesetze beizubringen. Als die Situation eskaliert, will Andrew mit Maria von der Insel fliehen, doch Dr. Moreau hat seine eigenen Pläne mit Andrew. Er soll auch als Versuchsobjekt benutzt werden, aber im umgekehrten Verhältnis. Aus Andrew soll ein Tier gemacht werden.
Hm, ein merkwürdiges kleines Filmchen, das schwer zu beurteilen ist. Als Kind habe ich solche Filme geliebt, heute allerdings sehe ich das etwas anders. Die Besetzung ist durchaus gelungen, Burt Lancaster ist tadellos in seiner Rolle, ebenso wie Nigel Davenport. Michael York und Barbara Carrera, die hier wie immer für einen exotischen Touch sorgt, lassen schon die Nähe zum B-Movie vermuten. Das ist nicht böse gemeint, ich sehe beide immer wieder gerne, aber ihnen wurden halt nie die ganz großen Rollen zuteil, was schon sehr schade ist, denn beide haben durchaus das Potenzial dafür gehabt.
Wie auch immer, der Film ist schon ganz unterhaltsam, auch wenn ich die Tier-/Menschenmasken etwas albern finde. Insgesamt gesehen schon eine Empfehlung von mir, weil der Film mich an die Filme meiner Kindheit erinnert hat. Kann man sich gerne ansehen.
Montag, 6. August 2012
Der Schwimmer
Ned Merrill (Burt Lancaster) überrascht an einem Sommermorgen ein befreundetes Ehepaar, um in deren Pool zu schwimmen. Nur mit einer Badehose bekleidet wird er den Tag damit verbringen, von einem Pool zum anderen zu schwimmen, dabei seine Nachbarn zu begrüßen, um letztendlich nach Hause zu gelangen. Das alles spielt in einem wohlhabenden Vorort in Connecticut, wo jeder den anderen kennt.
Ned ist Mitte Fünfzig, ein Strahlemann und super in Form. Er wird freundlich aufgenommen, auch wenn sich nach und nach herausstellt, dass er wohl längere Zeit weg gewesen ist. Seine überschwänglichen Erzählungen über seine Frau und die beiden Töchter führen bei den Nachbarn zu teilweise befremdlichen Reaktionen. Eigentlich ist jeder froh, wenn Ned wieder verschwindet und der lässt sich auf seinem Weg auch nicht aufhalten.
Er trifft auf die junge Julie (Janet Landgard), die früher als Babysitterin auf seine Töchter aufgepasst hat und heimlich in ihn verliebt war. Julie begleitet ihn ein Stück, bis ihr die unerwartete Anhänglichkeit von Ned zu viel wird und sie die Flucht ergreift. Je weiter Ned kommt, umso unerfreulicher werden seine Begegnungen. Nicht jeder sieht ihn gern und es wird klar, dass er Schulden hat.
Das Wiedersehen mit seiner früheren Geliebten endet auch nicht wie gehofft und der Weg nach Hause ist ebenfalls noch beschwerlich.
Was für ein Film, ich bin total überwältigt. Gut, den kennt vermutlich kein Mensch, aber das sollte schnellstens geändert werden. Burt Lancaster ist hier der Star, der den ganzen Film über nur in der Badehose zu sehen ist. Er sieht dabei großartig aus, auch wenn er im Laufe der Handlung immer mehr abbaut. Vom Kraftprotz am Anfang bis zum gebrochenen Mann, der nur noch humpelnd sein leeres Haus erreicht und vor den Trümmern seines Lebens steht, verkörpert er seinen Part wirklich fantastisch.
Es wird nicht erklärt, was mit ihm und seiner Familie wirklich passiert ist, es gibt nur Andeutungen, den Rest muss man sich denken. Das funktioniert aber sehr gut. Auf jeden Fall ist das alles in wunderbaren Bildern eingefangen, denn der anfangs so strahlende Sommertag wechselt immer mehr in einen trüben Herbsttag mit Regen und Kälte, ebenso wie die Emotionen.
Die Musik übertreibt gelegentlich etwas, aber das ist durchaus zu verschmerzen, weil der Film an sich so gut ist, dass ihm das auch nicht weiter schaden kann. Von mir gibt es jedenfalls eine ganz große Empfehlung für diesen wohl eher unbekannten Film, der unbedingt sehenswert ist.
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