Posts mit dem Label Casper Andreas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Casper Andreas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Juni 2012

LA-LA Land

"LA-LA Land" - "Going Down in LA-LA Land" ist ein Film von Casper Andreas (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2011 und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andy Zeffer.

Der hübsche junge Adam (Matthew Ludwinski) kommt aus New York nach Los Angeles, um sein Glück als Schauspieler zu versuchen. Bei seiner guten Freundin Candy (Allison Lane) kann er ein Zimmer zur Untermiete beziehen. Candy ist schon länger in Los Angeles und hofft immer noch auf ihren großen Durchbruch als Schauspielerin. Nur die Hoffnung nicht aufgeben, das gilt jetzt für beide und das ist gar nicht so einfach.

Schon bald muss Adam feststellen, dass das Leben in LA hart sein kann. Er geht zu allen möglichen Castings, aber ohne Erfolg. Schnell sind seine Ersparnisse aufgebraucht und ein Job muss dringend her, denn das Leben in der Traumfabrik ist auch noch teuer. In einer Künstleragentur kann er an der Rezeption arbeiten, aber sein Vorgesetzter Matthew (Jesse Archer) ist ein (herrlicher) Kotzbrocken und macht ihm das Leben zur Hölle. So ist auch dieser Traum schnell ausgeträumt.

Im Fitness-Studio lernt Adam den Fotografen Nick (Casper Andreas) kennen, der unbedingt Aufnahmen von ihm machen will. Nach kurzem Zögern willigt Adam ein und Nick schießt wunderbare und sehr erotische Fotos von Adam. Er besorgt ihm auch einen Job in einer Firma, die Gay-Pornos produziert. Zwar ist er hier nur für den Versand tätig, aber bald schon wechselt er auch vor die Kamera und wird so in der Szene bekannt. Nick, mit dem Adam eine Affäre begonnen hat, verfällt in der Zwischenzeit immer mehr den Drogen und hat sein Leben bald nicht mehr unter Kontrolle.

Da Adams finanzielle Lage weiterhin prekär ist, vermittelt ihn sein Boss an betuchte Klienten, die ihn für einen Abend buchen können. Nach einer ersten, eher ernüchternden Begegnung mit einem älteren und wohlhabenden Mann, trifft Adam den bekannten Serien-Darsteller John (Michael Medico), der in der Öffentlichkeit als Super-Daddy gilt und seine Homosexualität nur insgeheim ausleben kann. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesbeziehung und John stellt Adam als persönlichen Assistenten an.

Doch so schön, wie das alles sein könnte, ist es leider nicht. Nick taucht wieder auf und wird gewalttätig und Johns Alibi-Freundin Zinnea (Judy Tenuta) macht Adam eine üble Szene. Bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch treffen sie auch auf Matthew, der ebenfalls böse Gedanken hegt. Am nächsten Tag jedenfalls sind die Klatschzeitungen voll von anzüglichen Fotos und Berichten über John und Adam.

John beschließt daraufhin schweren Herzens, die Beziehung zu Adam zu beenden, um seinen eigenen Ruf zu retten. Adam will die Stadt verlassen, aber letztendlich kommt alles doch noch ganz anders...

Was für ein schöner Film und was für ein schönes Ende. Gut, es ist vielleicht auch etwas zu märchenhaft, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Casper Andreas, dessen Filme ich sowieso liebe, hat hier erneut einen ganz großen Film abgeliefert, den ich nur sehr empfehlen kann. Die Optik ist toll, jedenfalls sieht alles viel teurer aus, als es vermutlich war.

Die Schauspieler sind sehr gut besetzt und in den Nebenrollen tummeln sich so bekannte Namen wie Bruce Vilanch, Alec Mapa und Perez Hilton. Allison Lane als Candy ist ganz bezaubernd, Matthew Ludwinski dagegen ist vielleicht nicht der talentierteste Darsteller, aber er sieht einfach hinreißend aus und meistert seine Rolle wirklich gut. Michael Medico ist ebenfalls sehr sehenswert als John und Jesse Archer hat zwar nur ein paar kurze Szenen, aber die sind wie immer bemerkenswert. Einen der besten und schwierigsten Parts hat sich Casper Andreas selbst gesichert. Als drogensüchtiger Nick, der immer weiter abgleitet, überzeugt er hier auf ganzer Linie. Ich persönlich freue mich immer, wenn er auch vor der Kamera auftaucht und nicht nur dahinter.

Insgesamt gesehen eine tolle Story, genial umgesetzt und sehr sehenswert. Ein großartiger Soundtrack untermalt die ganze Geschichte und schöne Extras gibt es auf der DVD auch noch, z. B. den sehr unterhaltsamen Audiokommentar von Casper Andreas zusammen mit Allison Lane und Matthew Ludwinski. Ganz große Empfehlung.


Dienstag, 13. September 2011

Violet ... sucht Mr. Right!

"Violet ... sucht Mr. Right!" - "Violet Tendencies" ist ein Film von Casper Andreas aus dem Jahr 2010. Das Drehbuch stammt von Jesse Archer. Die beiden Schnuckelchen sind hier übrigens auch als Schauspieler tätig und wie immer sehr sehenswert.

Die Hauptfigur in dieser hübschen Komödie ist Violet (Mindy Cohn), eine allseits beliebte Schwulenmutti, die nun langsam aber sicher auf die Vierzig zugeht und endlich den Mann fürs Leben treffen will. Ihre Familie, das sind ihre schwulen Freunde, für die sie immer da ist und die sie auch über alles lieben. Doch wie soll sie den passenden Mann finden, wenn sie nur von Schwulen umgeben ist? Ihre zickige und magersüchtige Arbeitskollegin Salome (Kim Allen) bietet sich ihr als Ratgeberin an, aber ob die wirklich weiß, wie man Violet helfen kann?

Über eine Internet-Kontaktbörse lernt Violet ein paar Männer kennen und hat ein gruseliges Date nach dem anderen. Schließlich ist sie sogar so verzweifelt, dass sie sich auf eine Beziehung mit dem langweiligen Vern (Armand Anthony) einlässt, der sie mit in die Provinz schleifen will, was aber Violets Freunde auf den Plan ruft. Denn selbst wenn Markus (Casper Andreas) und sein Freund Riley (Samuel Whitten) sich mit dem Gedanken an eine Adoption herumschlagen und Violets Mitbewohner Luke (Jesse Archer) sich nach seinem Exfreund Darian (Adrian Armas) verzehrt, hier muss eine Lösung gefunden werden. Und dann ist da ja auch noch der göttliche Gogo-Tänzer Zeus (Marcus Patrick), der auch so seine Geheimnisse hat.

Der überaus hübsche und talentierte Regisseur Casper Andreas legt auch hier wieder eine Geschichte hin, die sich sehen lassen kann. Und selbst wenn die Hauptfigur hier eine Frau ist, kommen die schwulen Geschichten nicht zu kurz, keine Angst, meine Herren. Das ist eine hübsche und intelligente Komödie, die einfach Spaß macht und gut unterhält. Die Darsteller sind allesamt wunderbar und die Dialoge sind spritzig. Einzig die Hetero-Männer kommen hier nicht ganz so gut weg, aber da hält sich mein Bedauern wirklich in Grenzen.

Das Ende ist zwar insgesamt ein bisschen zu schön um wahr zu sein, aber warum auch eigentlich nicht. Casper Andreas hat eben einfach ein Gespür für nette kleine und schwule Komödien und das hat er hier auch wieder bewiesen. Sehr empfehlenswert.

Samstag, 6. August 2011

Slutty Summer

"Slutty Summer" ist ein Film von Casper Andreas (Regie, Drehbuch, Schnitt) aus dem Jahr 2004 und gleichzeitig das Spielfilmdebüt des gebürtigen Schweden.

Markus (Casper Andreas) lebt schon seit einigen Jahren in einer festen Beziehung mit Julian (Christos Klapsis) in New York. Eines Tages jedoch kommt er nach Hause und erwischt seinen Freund mit einem anderen Kerl in einer sehr eindeutigen Situation. Der ertappte Julian ruft zwar schnell "This is not what it looks like" (Diese Szene ist übrigens ganz wunderbar), aber es gibt eben Dinge, die lassen sich einfach nicht wegdiskutieren.

Nachdem Julian aus der Wohnung geflogen ist, muss sich Markus, der eigentlich Schriftsteller ist, einen Job suchen. Durch seine Freundin Marilyn (Virginia Bryan) bekommt er eine Anstellung als Kellner in dem Restaurant, in dem neben Marilyn auch einige heiße Typen arbeiten. Luke (Jesse Archer), Peter (Jeffrey Christopher Todd) und Tyler (Jamie Hatchett) nehmen Markus unter ihre Fittiche und raten ihm, sein neues Leben zu genießen, auszugehen, Spaß und vor allen Dingen Sex zu haben.

Markus kann sich aber nur langsam damit anfreunden, wieder Single zu sein. Die langjährige Beziehung und der Betrug seines Freundes stecken ihm noch in den Knochen. Er beginnt eine Affäre mit Tyler, der ihm aber schnell klar macht, keine feste Beziehung haben zu wollen. Doch während Markus sich darauf einlässt, werden Tylers Gefühle immer stärker und beide wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Zu allem Überfluss taucht auch noch Julian wieder auf und will Markus zurück.

Bei Luke, Peter und Marilyn sieht es aber auch nicht viel besser aus. Alle sind irgendwie auf der Suche nach ihrem Traummann und jeder von ihnen erleidet dabei Schiffbruch. Liebe und Glück kann man eben nicht erzwingen, doch dafür kommt es manchmal ganz unverhofft.

Das Filmdebüt von Casper Andreas ist eine wunderbare kleine Liebeskomödie und natürlich eine Low Budget-Produktion. Das geringe Budget sieht man dem Film schon ein bisschen an, aber das macht überhaupt nichts, denn hier gibt es viele Dinge, die für den Film sprechen. Angefangen bei der überaus liebenswerten Geschichte, die über intelligente Dialoge verfügt und zudem ein sehr gut aufgelegtes und spielfreudiges Team vorweisen kann. Dass die Darsteller dabei auch noch hübsch und sexy sind, nimmt man dann auch gerne zur Kenntnis. Sehr empfehlenswert.

Samstag, 25. Dezember 2010

Between Love and Goodbye

"Between Love and Goodbye" ist ein Film von Casper Andreas (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2008.

Der Musiker Kyle (Simon Miller) und der Franzose Marcel (Justin Tensen) leben in New York und sind sehr verliebt und glücklich. Als Marcels Visum abläuft, geht er eine Scheinehe mit der lesbischen Sarah (Jane Elliott) ein, einer gemeinsamen Freundin. Kyle und Marcel ziehen in eine gemeinsame Wohnung und alles ist wunderbar, die beiden lieben sich sehr und sind wunschlos glücklich.

Da taucht plötzlich April (Rob Harmon) auf, die Schwester von Kyle, naja eigentlich eher sein Bruder Cole, der aber als Frau lebt. Kyle und April hatten nach einem Streit lange Zeit keinen Kontakt miteinander und April hat zwischendurch als Prostituierte gearbeitet, was Kyle verurteilt hat. April gibt vor, sich geändert zu haben und sich mit ihrem Bruder versöhnen zu wollen. Kyle lässt sie in die Wohnung einziehen, weil er April helfen will, doch schon bald gibt es Ärger mit Marcel, der schnell merkt, dass April ihren Bruder nur ausnutzt. April wiederum lässt keine Gelegenheit aus, Marcel vor Kyle schlecht zu machen.

April und Kyle gründen eine Band und sind damit beschäftigt, Songs zu schreiben und in kleinen Clubs aufzutreten. Marcel fühlt sich vernachlässigt, es gibt immer öfter Streit. Langsam aber sicher eskaliert die Situation.

Was für ein Film, es fängt alles so optimistisch und voller Hoffnung an und endet so wahnsinnig traurig, dass mir fast das Herz gebrochen ist. Die große Liebe zwischen den beiden jungen Männern, die nebenbei bemerkt ausgesprochen hübsch sind, schlägt um in einen Rosenkrieg, der einem schon Angst machen kann, das ist wirklich unglaublich traurig.

Insgesamt gesehen ein empfehlenswerter Film, auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte. Unterlegt ist das alles mit einem genialen Soundtrack und es gibt zwischendurch immer wieder Auftritte der Band von Kyle zu sehen und zu hören, mit sehr persönlichen Songs, die die Geschichte unterstreichen. Sehr gelungen, aber besser vorsichtshalber ein paar Taschentücher bereitlegen.

Donnerstag, 12. August 2010

The Big Gay Musical

"The Big Gay Musical" ist ein Film von Casper Andreas (Regie) und Fred M. Caruso (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2009.

Der Film handelt von einem Off-Broadway-Stück namens "Adam und Steve - Eben so, wie Gott sie schuf". Die ersten Previews stehen an und die beiden Hauptdarsteller Paul und Eddie müssen sich mit privaten Problemen herumschlagen. Paul wurde gerade von seinem Freund verlassen und Eddie ist noch "Jungfrau" und hat seinen Eltern, die streng religiös sind, noch nichts von seinem Coming-Out erzählt. Das wird aber höchste Zeit, wollen sie sich doch seine Premiere nicht entgehen lassen.

Das Musical ist fantastisch, es erzählt die Schöpfungsgeschichte auf etwas andere Art. Die Engel sind heiß, sexy und männlich, haben Flügel und extrem knappe Shorts an und steppen. Das allein lohnt schon das anschauen. Gott selbst tritt auch auf (herrlich), um sich sein Werk anzusehen "Warum ist es so scheißdunkel hier unten?" Nachdem er Adam und Eva aus dem Garten Eden vertreiben musste, wegen der Apfelgeschichte, versucht er es nun eben mit Adam und Steve. Eva rebelliert allerdings gegen diese Entscheidung und verfasst daraufhin die "Bruthennen-Informations-Broschüre über einwandfreie Lebensweise", kurz "BIBEL" genannt. Tausende Jahre später weiß natürlich niemand mehr, wer dieses Werk tatsächlich verfasst hat.

Ohne hier zuviel verraten zu wollen, der Film ist ganz große Klasse und ein hinreißender Mix aus Komödie, Drama und Liebesgeschichte, schön anzuschauen, bewegend und auch brüllend komisch. "Versuche nicht, jemand zu sein, der Du nicht bist, sondern sei einfach Du selbst. Das ist alles was zählt."

Ich finde diesen Film ganz wunderbar, obwohl ich eigentlich keine Musicals mag, aber hier stimmt einfach alles. Und so furchtbar viel wird auch gar nicht gesungen. Absolut sehenswert.