Posts mit dem Label Todd Verow werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Todd Verow werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Oktober 2013

Tumbledown

"Tumbledown" ist ein Film von Todd Verow aus dem Jahr 2013. Das Drehbuch schrieb Verow zusammen mit Brad Hallowell und beide spielen auch zwei der drei Hauptrollen in diesem Film.

Im Mittelpunkt der auf einer wahren Begebenheit basierenden Story stehen drei Männer: Jay (Todd Verow), der etwas ältere der Männer, sein junger Freund Mike (Brett Faulkner) und der Barkeeper Rick (Brad Hallowell). Über einen Zeitraum von insgesamt vier Monaten erstreckt sich die gemeinsame Geschichte, die aber von jedem von ihnen anders interpretiert wird.

Am Anfang besucht Jay mit seinem Freund Mike eine Bar, weil der sich in Jays Ferienhaus langweilt. Hier spricht Jay den Barkeeper Rick an, der sich schon bald mit den beiden Männern anfreunden wird. Rick wird übers Wochenende in das Ferienhaus eingeladen und alle drei Männer wollen sich vergnügen. Dumm nur, dass die Anziehung zwischen Mike und Rick am stärksten ist und Jay irgendwie immer nur am Rand steht. Etwas Bedrohliches liegt in der Luft, aber noch scheint alles friedlich zu sein.

Zwei Wochen später wird Rick von Jay erneut in das Haus eingeladen, aber Mike ist nicht dort. Aus irgendwelchen Gründen ist Mike nicht erreichbar, aber davon erwähnt Jay nichts. Es kommt zum Sex zwischen Jay und Rick, der nicht ganz freiwillig vollzogen wird. Mit einer Kamera filmt Jay alles, um Rick ein paar Wochen später die Aufnahmen zu schicken. Rick kann sich an nichts erinnern, aber ihn überkommt eine böse Vermutung, die ihn dazu bringt, seine Ärztin aufzusuchen.

Ein paar Tage später erhält Rick einen Anruf von Mike, der sich mit ihm treffen und reden will. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist immer noch da und gemeinsam schmieden sie einen Plan, sich an Jay zu rächen. Doch was ist wirklich passiert und vor allen Dingen, was wird noch passieren?

Hier lässt Todd Verow der Fantasie der Zuschauer alle Möglichkeiten offen. Die tatsächlichen Geschehnisse sind nicht zu entschlüsseln, weil sie aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt wurden. Auch der Ausgang der Geschichte ist nicht klar, unter anderem auch durch ein alternatives Ende, das vieles bedeuten kann und keine klare Meinung vertritt. Ich finde diese Herangehensweise ziemlich genial, weil der Zuschauer hier selbst gefordert ist, sich zu positionieren. Sehr gut gemacht.

Wenn ich "Tumbledown" in wenigen Worten zusammenfassen sollte, dann würde ich sagen: Er ist bedrohlich, sexy und geheimnisvoll. Besonders gut hat mir Todd Verow selbst gefallen, der in einigen Szenen etwas von Nosferatu an sich hat und eine latente Bedrohung ausstrahlen kann. Im Übrigen muss ich aber unbedingt noch erwähnen, dass Todd Verow hier für mich persönlich den stärksten Sex-Appeal hat. Ehrlich, der Mann sieht verdammt gut aus und lässt seine beiden Mitstreiter neben sich ziemlich blass aussehen. So viel zur Altersfrage...

Das ist natürlich wie immer eine kleine Low Budget-Produktion, auf die man sich eben einlassen muss. Ich habe damit kein Problem, weil ich die Filme von Todd Verow einfach sehr schätze. Einziger kleiner Kritikpunkt von mir ist die Musikuntermalung, die ich mal wieder nicht so glücklich finde, weil sie gelegentlich nervt. Viel mehr habe ich hier allerdings nicht zu bemängeln.

Insgesamt gesehen würde ich Todd Verow ein größeres Publikum für seine Werke wünschen, verdient hätte er es auf jeden Fall. Ich freue mich jedenfalls auf weitere Filme von ihm.

Samstag, 27. Oktober 2012

Bad Boy Street

"Bad Boy Street" - "Rue des Mauvais Garçons" ist ein Film von Todd Verow aus dem Jahr 2012. Das Drehbuch schrieb Verow zusammen mit Jim Dwyer und er war auch für Kamera und Schnitt zuständig.

Die Story spielt in Paris. Claude (Yann de Monterno) ist ein attraktiver schwuler Mann in den Vierzigern, der den Glauben an die Liebe schon vor langer Zeit aufgegeben hat. Er verbringt viel Zeit mit seiner besten Freundin Catherine (Florence d'Azémar), die im gleichen Haus lebt und den Mann fürs Leben auch noch nicht gefunden hat. Sie können sich gegenseitig alles erzählen und dem Anderen immer vertrauen.

Eines Nachts trifft Claude auf der Straße auf einen bewusstlosen jungen Mann, den er mit in seine Wohnung nimmt. Er überlässt ihm das Bett und schläft auf der Couch. Am nächsten Morgen lernen sich beide kennen, als sich der hübsche junge Mann auf seine Art für die Fürsorge bedankt. Das ist der Beginn einer sehr romantischen Liebesbeziehung, die aber schon bald auf die Probe gestellt wird.

Der Unbekannte stellt sich als Brad (Kevin Miranda) vor, er kommt aus Amerika und war mit Freunden unterwegs. Claude und Brad verabreden sich für den Abend und für ein erstes richtiges Date in Claudes Wohnung. Zusammen mit Catherine bereitet Claude alles vor, er ist beflügelt, lange verborgene Gefühle werden wieder wach, doch Brad erscheint nicht.

Erst am nächsten Tag wird klar, dass Brad ein Geheimnis mit sich herumträgt, das eine Beziehung zwischen den beiden Männern fast unmöglich macht. Doch das ist noch nicht das Ende der Geschichte...

Ach, ich gerate ins Schwärmen, was für ein schöner Film. Die Bilder aus Paris sind wunderbar, der Blick über die Stadt ist fantastisch eingefangen. Das Highlight des Films ist aber für mich nicht der sehr hübsche Kevin Miranda, der zweifellos sehr schnuckelig ist, sondern der absolut großartige und wunderschöne Yann de Monterno, der als Claude einfach eine Traumbesetzung ist.

Überhaupt sind die Darsteller alle hervorragend, alles wirkt sehr echt und glaubhaft. Todd Verow selbst ist auch in einer kleinen Rolle zu sehen. Die Wohnung von Claude ist ein Traum, hier möchte man auf der Stelle einziehen.

Was kann man in Paris sonst erwarten, als eine zauberhafte Liebesgeschichte? Das hat sich anscheinend auch Todd Verow gedacht und seinen bisher wohl schönsten Film gedreht, der wirklich zu Herzen geht und ausgesprochen gut gelungen ist. Einzig die Musik ist an manchen Stellen etwas zu schräg, aber das ist durchaus zu verzeihen, weil der positive Gesamteindruck überwiegt.

Ein wunderbares Filmerlebnis mit tollen Darstellern, von denen besonders Yann de Monterno stark im Gedächtnis bleibt. Sehr empfehlenswert.

Freitag, 22. April 2011

Anonymous

"Anonymous" ist ein Film von Todd Verow (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2004. Todd Verow tritt hier ebenfalls noch als Hauptdarsteller und Produzent auf.

Der 36-jährige Todd lebt seit längerem in einer festen Beziehung mit seinem Freund John. Das hindert ihn aber nicht daran, immer auf der Suche nach schnellem Sex zu sein, ob allein unter der Dusche oder mit Fremden in einer öffentlichen Toilette. Die Beziehung ist schon ein bisschen eingeschlafen, John und Todd sehen sich nicht oft, denn John arbeitet tagsüber und Todd leitet ein Kino und ist also nachts beschäftigt. Als John seinen Freund eines Abends auf der Herrentoilette des Kinos in Aktion erwischt, platzt ihm der Kragen. Er verprügelt Todd und wirft ihn anschließend aus der Wohnung raus. Todd zieht mit Sack und Pack durchs nächtliche New York, aber das Ende seines Leidensweges ist noch nicht erreicht. Er verliert nicht nur seinen Freund und seine Bleibe, sondern schließlich auch noch seinen Job.

Todd ist wie ein Getriebener, immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, aber eigentlich unfähig jemals irgendwo anzukommen oder tatsächliche Befriedigung zu erfahren. Der Film zeigt dabei die Unmöglichkeit einer funktionierenden Beziehung auf, wenn einer der beiden eben nicht in der Lage ist, sich nur für einen Menschen entscheiden zu können.

Das ist natürlich wieder eine kleine Low Budget-Produktion und deshalb sind Bild und Ton eigentlich nicht so toll, aber das macht nichts. Mein Herz schlägt nun mal für diese kleinen und feinen Independent-Filme, in denen die Leidenschaft der Filmemacher spürbar ist und die schön gegen den Mainstream arbeiten. Ob nun Todd Verow oder auch Bruce LaBruce, ich mag die Art, wie sie Filme machen und ich mag auch die Filme, die dabei entstehen. Dass Todd Verow hier die Hauptrolle gleich selbst übernommen hat, finde ich sehr gelungen, der Mann kann sich durchaus sehen lassen. Gleichzeitig führt er noch als Off-Erzähler durch die Story.

Todd Verow gehört wie auch Bruce LaBruce zu den Veteranen des "New Queer Cinema", was auch immer noch heute von diesem Begriff übrig geblieben ist. Egal, das Werk allein überzeugt und Todd Verow hat mit seiner Firma "Bangorfilms" seinen Teil dazu beigetragen. Die DVD beinhaltet noch den Kurzfilm "Fluff" (2 Min.) und hat keine Jugendfreigabe. Insgesamt gesehen eine Empfehlung für Fans von Independent-Filmen dieser Art, alle anderen werden damit wohl eher Schwierigkeiten haben. Ich mochte den Film und ich mag auch Todd Verow, mehr ist nicht zu sagen.

Sonntag, 21. November 2010

The Boy with the Sun in His Eyes

"The Boy with the Sun in His Eyes" ist ein Film von Todd Verow aus dem Jahr 2009 und basiert auf dem gleichnamigen Roman seines Freundes Jim Dwyer, der mit ihm zusammen auch das Drehbuch geschrieben hat.

Der schwer an Aids erkrankte Kevin (Josh Ubaldi) hat seinem Leben ein Ende gesetzt, da er nicht zum Pflegefall werden wollte. Sein bester Freund John (Tim Swain) musste ihm versprechen, etwas aus seinem Leben zu machen und die Welt zu sehen. Kevin hat seine exzentrische Freundin Solange (Mahogany Reynolds) gebeten, sich um John zu kümmern. Solange ist eine schillernde und auch etwas mysteriöse Person, die früher einmal als Model gearbeitet hat, danach in Italo-Horror-Filmen mitgewirkt hat und auch als Sängerin kurzzeitig erfolgreich war.

Solange engagiert John als persönlichen Assistenten und reist mit ihm nach Europa, wo sie ein Filmprojekt starten will, eine Art Reiseführer für Nicht-Touristen. Ihre gemeinsame Reise führt sie nach Paris, Mailand und nach Berlin. In Paris verliebt sich John in Alain (Valentin Plessy) und in Mailand hat er eine kurze Affäre mit dem undurchsichtigen Giacomo (Yann de Monterno).

Es stellt sich bald heraus, dass Solange John nicht die ganze Wahrheit über sich erzählt hat, denn sie hat noch einen kleinen "Nebenjob", der sich als ziemlich gefährlich erweist und auch in Bezug auf Kevin gibt es noch ein Geständnis zu machen. John ist verwirrt, aber durch diese Erfahrungen auch stark genug, sein Leben neu auszurichten.

Das ist ein weiterer Film aus der Hand von Todd Verow, der seinen ganz eigenen Stil hat. Mir gefallen seine Filme sehr gut, es sind zwar billige Produktionen, wobei dieser hier etwas heraussticht in seiner Optik, mit eher zweitklassigen Darstellern, die ihre Sache aber ganz gut machen. Hier ist nichts perfekt, aber das ist durchaus positiv anzumerken. Gelackte Hollywood-Produktionen gibt es schließlich schon genug. Ich finde es schön, kleine unabhängige Werke von engagierten Filmemachern zu sehen und zu denen gehört Todd Verow definitiv. Sehr empfehlenswert.

Between Something & Nothing

"Between Something & Nothing" ist ein Film von Todd Verow aus dem Jahr 2008 und hat wie auch schon "Vacationland" autobiografische Züge. Todd Verow war hier wieder für Regie, Kamera, Schnitt und Produktion zuständig. Das Drehbuch schrieb er zusammen mit Jim Dwyer.

Joe (Tim Swain) hat es geschafft, die Kleinstadt hinter sich zu lassen. Er studiert nun an der Kunsthochschule in Providence, sein Traum hat sich soweit erfüllt. Das Leben hier hat allerdings auch seine Tücken, wie er schnell feststellen muss. Die Lehrer sind knallhart und verlangen Höchstleistungen von ihren Schülern. Da Joe außerdem kaum über Geld verfügt, anders als viele andere Studenten hier, muss er nebenbei noch etwas dazu verdienen.

Er freundet sich mit Jennifer (Julia Frey) an, die in einer ähnlichen Situation wie Joe ist. Die beiden arbeiten zusammen und teilen sich ein Zimmer im Wohnheim. Auf der Strasse lernt Joe den Stricher Ramon (Gil Bar-Sela) kennen und verliebt sich in ihn. Ramon ist schweigsam und schwer zu durchschauen, er lässt Joe nicht wirklich an sich heran. Ihre Wege kreuzen sich jedoch immer wieder, auch weil Joe ebenfalls beginnt, als Stricher Geld zu verdienen.

Das Leben von Joe und Jennifer wird zu einer atemlosen Mixtur aus Studium, Hausaufgaben, Alkohol, Drogen und gelegentlichen Ladendiebstählen. Zudem sind beide auf der Suche nach einem festen Freund, aber kann es bei all dem Stress noch Platz für die Liebe geben?

Ebenso wie "Vacationland" ist auch "Between Something & Nothing" wieder eine kleine Independent-Produktion und ebenfalls sehr gut gelungen. Ein kleiner, aber stimmiger Film mit passender Musikuntermalung. Die Darsteller sind durchgehend gut und glaubhaft. Hier gibt es überhaupt nichts zu meckern. Sehr schön.

Dienstag, 9. November 2010

Vacationland

"Vacationland" ist ein Film von Todd Verow aus dem Jahr 2006 und beinhaltet zum Teil autobiografische Züge aus dessen Jugend in Bangor, Maine. Todd Verow führte hier nicht nur Regie, sondern war auch gleichzeitig für Kamera, Schnitt und als Produzent tätig. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Jim Dwyer.

Der junge Joe (Brad Hallowell) lebt mit seiner Mutter und seiner Schwester Theresa (Hilary Mann) in der Sozialbausiedlung Capehart. Er ist heimlich in den Football-Star Andrew (Greg Lucas) verliebt, der aber offiziell mit Mandy zusammen ist, der Anführerin der Cheerleaderinnen.

Joe möchte an der Kunsthochschule studieren, dafür braucht er jedoch eine Empfehlung. Als er eines Tages seinen Französischlehrer Mr. LaBlanc bei der Kontaktsuche auf einer öffentlichen Toilette trifft, nutzt er die Gelegenheit und verlangt von diesem, ihm eine positive Empfehlung zu schreiben, um im Gegenzug die Begegnung mit ihm zu verschweigen. In der Zwischenzeit hat Joe den älteren Künstler Victor (Charles Ard) kennen gelernt und steht ihm als Akt-Modell zur Verfügung. Victor ist krank und braucht jemanden um sich, deshalb bittet er Joe, bei ihm einzuziehen, was dieser auch gerne tut.

Joe und Andrew kommen sich im Laufe der Zeit immer näher und Andrew erkennt, ebenfalls starke Gefühle für Joe zu haben. Gemeinsam besuchen sie die einzige Schwulen-Bar in der Stadt. Dort hat Joe eine unangenehme Begegnung, denn er trifft auf den Mann, der ihn einst als Kind missbraucht hat.

Joes Schwester Theresa arbeitet im örtlichen Supermarkt und träumt davon, nach Los Angeles zu gehen. Mit gestohlenem Geld kauft sie sich ein Flugticket und hofft auf ein neues und besseres Leben, aber in der Großstadt angekommen, landet sie schnell auf dem Boden der Realität.

Der schwerkranke Victor nimmt absichtlich eine Überdosis seiner Medikamente und setzt damit seinem Leben ein Ende. Er hinterlässt Joe ein wenig Geld, damit dieser sein Studium an der Kunsthochschule aufnehmen kann.

Dieser kleine Independentfilm erzählt eine stimmige Geschichte, die zwar an einigen Stellen etwas zu konstruiert wirkt, aber letztlich doch überzeugen kann. Die Besetzung besteht zum größten Teil aus Laiendarstellern, die ihre Sache aber gar nicht schlecht machen und den Film sehr authentisch wirken lassen.

Insgesamt gesehen ein sehenswerter Film für Liebhaber kleiner unabhängiger Filmproduktionen. Nichts für die große Masse, aber das soll hier durchaus eine Empfehlung sein.

Samstag, 6. November 2010

Frisk

"Frisk" ist ein Film von Todd Verow (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 1995 und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Cooper.

Der Film erzählt die Geschichte von Dennis, dessen Lover Julian für einige Zeit nach Paris geht. Dennis begehrt Julians kleinen Bruder Kevin und beginnt eine Affäre mit ihm. Doch Dennis hat anscheinend auch eine verborgene dunkle Seite, die immer mehr in den Vordergrund tritt. Normaler Sex ist ihm bald nicht mehr genug, er hat Gewaltfantasien, die immer extremer werden.

Er lernt den Pornodarsteller und Gelegenheitsstricher Uhrs kennen und vertraut sich ihm an. Sowohl Uhrs als auch Julian erhalten Briefe von Dennis, in denen er von seinen angeblichen Taten erzählt. Er wird immer abgestumpfter und hat keine wirklichen Empfindungen mehr, das Töten seiner Opfer verläuft nahezu mechanisch und emotionslos. Zusammen mit einem heterosexuellen Pärchen, das ebenfalls den speziellen Kick sucht und Mordfantasien hat, werden weitere Opfer in die Falle gelockt. Dennis hält das alles in seinen Briefen fest, aber was ist wirklich die Wahrheit und was ist nur Erfindung?

Todd Verow hat sich in seinem Debütfilm an ein heikles Thema gewagt und es ist ihm gelungen, die Taten in den Köpfen der Zuschauer entstehen zu lassen. Jeder kann sich hier seine eigene Meinung bilden und entscheiden, was er sieht oder nicht. Der Schluss ist meiner Meinung nach ziemlich eindeutig, einfach den Abspann bis zum Ende laufen lassen, das dürfte wohl einige Fragen beantworten.

In der Rolle des Uhrs ist übrigens der deutsche Filmemacher Michael Stock zu bewundern, auf dessen Film  "Prinz in Hölleland" ich hier besonders hinweisen möchte, sowie auf seine ganz persönliche Dokumentation "Postcard to Daddy". Beide Filme sind absolut empfehlenswert.

"Frisk" ist schon sehr speziell und wird sicher viele eher abschrecken als begeistern. Auf jeden Fall ein Film, der es einem leicht macht, ihn nicht zu mögen, was aber nicht davon abhalten sollte, einfach mal einen Blick zu riskieren. Insgesamt gesehen kein schöner Film, aber dennoch sehenswert.