"Saint Laurent" ist ein Film von Bertrand Bonello aus dem Jahr 2014. Das Drehbuch schrieb Bonello zusammen mit Thomas Bidegain. Der Film beschäftigt sich mit dem Leben des französischen Modeschöpfers Yves Saint Laurent, konzentriert sich hierbei aber auf die Zeit zwischen 1967 und 1977. Insgesamt geht der Regisseur aber offensichtlich davon aus, dass der Zuschauer mit dem Leben und Werk des Designers vertraut ist, denn erklärt wird hier nichts. Im Gegenteil, er springt in die Geschichte hinein und auch wieder hinaus, manchmal auch hin und her, aber das war es dann auch schon.
Klingt das irgendwie so, als wäre ich mit dem Ergebnis unzufrieden? Ja, leider und ich bin durchaus mit der Geschichte vertraut, was sicher nicht für alle Zuschauer gilt. Dabei klang das alles doch so verlockend. Allein schon die Besetzung versprach ein wundervolles Filmerlebnis: Gaspard Ulliel, Jérémie Renier, Louis Garrel, Léa Seydoux, Valeria Bruni Tedeschi. Monatelang freute ich mich auf den Erscheinungstermin der DVD und dann? Ernüchterung und Enttäuschung. Mehr nicht. Und natürlich die Frage, wie man aus diesem Thema und mit dieser Besetzung so einen Quark erschaffen kann. Ich bin immer noch fassungslos.
Nun gut, die Schauspieler sind tadellos, die Ausstattung ist exquisit, die Kostüme sowieso. Allein, es fehlt das Herzblut, um aus einem Biopic einen interessanten Film zu machen. Nur schöne Bilder aneinanderzureihen reicht da leider nicht. Gezeigt werden Bilder von Yves Saint Laurent bei der Arbeit in seinem Atelier, von seinen Modeschauen, in seinen luxuriösen Appartements und in schicken Nachtclubs, das alles scheinbar endlos. Ebenso beim Feiern mit seinen Freunden und Musen, immer exzessiverer Drogen- und Alkoholkonsum inklusive, oder auch bei geschäftlichen Verhandlungen. Das alles ist in etwa so aufregend, als würde man Farbe beim Trocknen zusehen und über die unglaubliche Laufzeit von fast 135 Minuten besser als jedes Schlafmittel.
Für den Menschen Yves Saint Laurent oder auch für die Beziehung zu seinem jahrzehntelangen Lebensgefährten Pierre Bergé interessiert sich der Film dabei überhaupt nicht. Die Rolle des alternden Designers wird dann von Helmut Berger verkörpert, der zwar nur wenige Szenen hat, aber dessen Besetzung eigentlich ganz amüsant anmutet, wenn die Idee nicht sofort wieder in sich zusammenfallen würde. Warum nur liegt Helmut Berger als Yves Saint Laurent auf dem Bett und sieht sich einen Film mit dem jungen Helmut Berger an? Jede Wette, an der Stelle hat sich der Regisseur selbst für seinen tollen Einfall applaudiert. Ich habe jedenfalls nur mit den Augen gerollt.
Die DVD bietet den Film in der deutschen Synchronisation und in der französischen Originalfassung an, jedoch ohne deutsche Untertitel. Das ist ein weiterer Minuspunkt. Gut, interessante Dialoge gibt es im ganzen Film nicht, aber ich finde das Fehlen der Untertitel trotzdem sehr ärgerlich.
Schade, für mich ist "Saint Laurent" die größte Enttäuschung des letzten Jahres. Das Projekt klang so vielversprechend, wurde aber leider komplett gegen die Wand gefahren. Kann man gerne verpassen.
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Montag, 4. Januar 2016
Sonntag, 12. Januar 2014
Ein brennender Sommer
"Ein brennender Sommer" - "Un été brûlant" ist ein Film von Philippe Garrel aus dem Jahr 2011. Das Drehbuch schrieb Garrel zusammen mit seiner Frau Caroline Deruas-Garrel und Marc Cholodenko.
Der Film beginnt mit dem Selbstmord von Frédéric (Louis Garrel), der mit seinem Auto gegen einen Baum rast. In Rückblenden erzählt sein bester Freund Paul (Jerôme Robart), was ihn dazu getrieben hat. Über einen gemeinsamen Freund haben sich Paul und Frédéric kennengelernt. Frédéric war Maler und mit der schönen Angèle (Monica Bellucci), einer älteren Schauspielerin verheiratet. Paul wollte Schauspieler werden, arbeitete als Statist und lernte bei einem Dreh seine Freundin Élisabeth (Céline Sallette) kennen.
Frédéric und Angèle verbrachten den Sommer in Rom und luden Paul und Élisabeth ein, sie dort zu besuchen. In schöner Umgebung verlebten die Freunde ruhige Tage, die aber immer mehr von der wachsenden Eifersucht Frédérics gestört wurden. Angèle gestand Élisabeth, diverse Affären gehabt zu haben, aber nur, weil auch Frédéric fremdging. Élisabeth hingegen fühlte sich von Paul vernachlässigt, weil der viel Zeit mit Frédéric verbrachte.
Angèle verliebte sich schließlich in Roland (Vladislav Galard), einen gemeinsamen Freund, für den sie Frédéric verließ. Frédéric war am Boden zerstört, ein Leben ohne Angèle konnte er sich nicht vorstellen. In der Zwischenzeit wurde Élisabeth schwanger und sie und Paul zogen zurück nach Paris. Der Kontakt zu Frédéric riss ab, auch wenn man sich immer wieder versicherte, sich anrufen zu wollen. Der letzte Anruf kam dann aus dem Krankenhaus, wo Paul den im Sterben liegenden Frédéric noch besuchen konnte.
Eines gleich vorweg, Filme von Philippe Garrel bekommt man hier in Deutschland ja eher selten zu sehen, also muss man sich schon glücklich schätzen, einen davon zu erwischen. Diesen hier konnte ich leider nur in der deutschen Synchronfassung sehen, die bei französischen Filmen meistens schlecht ist, so auch in diesem Fall. Wer sucht da eigentlich die Sprecher aus? Gut, ich habe schon Schlimmeres erlebt, aber ganz besonders die deutsche Stimme von Louis Garrel ist grauenvoll und passt überhaupt nicht zu ihm. Solche Filme sollten immer im Original gesehen werden, also würden deutsche Untertitel schon genügen. Die gibt es hier aber leider nicht. Sehr schade.
Einen wunderbaren Kurzauftritt hat hier Maurice Garrel, Vater von Philippe und Großvater von Louis, in seiner letzten Rolle vor seinem Tod. Louis Garrel ist wie üblich hinreißend, er trägt den ganzen Film. Er ist wunderbar anzusehen, leicht zerknautscht wie immer und einfach großartig. Monica Bellucci wirkt hier eher wie ein Fremdkörper, stakst wie ein Pin-up durch den Film und ist zwar sehr schön, aber leider nicht talentiert. Sorry, aber so ist es nun mal.
Der Film an sich wirkt fast ein wenig altmodisch und aus der Zeit gefallen, was aber nicht negativ gemeint ist. Man muss sich schon darauf einlassen können, dass eigentlich kaum etwas passiert. Die Bilder sprechen für sich, die Geschichte ist relativ unspektakulär, gefällt aber trotzdem. Die Musik stammt übrigens von John Cale, unverkennbar und wunderschön. Also wer Lust auf einen kleinen, aber feinen französischen Film hat, bitte sehr.
Der Film beginnt mit dem Selbstmord von Frédéric (Louis Garrel), der mit seinem Auto gegen einen Baum rast. In Rückblenden erzählt sein bester Freund Paul (Jerôme Robart), was ihn dazu getrieben hat. Über einen gemeinsamen Freund haben sich Paul und Frédéric kennengelernt. Frédéric war Maler und mit der schönen Angèle (Monica Bellucci), einer älteren Schauspielerin verheiratet. Paul wollte Schauspieler werden, arbeitete als Statist und lernte bei einem Dreh seine Freundin Élisabeth (Céline Sallette) kennen.
Frédéric und Angèle verbrachten den Sommer in Rom und luden Paul und Élisabeth ein, sie dort zu besuchen. In schöner Umgebung verlebten die Freunde ruhige Tage, die aber immer mehr von der wachsenden Eifersucht Frédérics gestört wurden. Angèle gestand Élisabeth, diverse Affären gehabt zu haben, aber nur, weil auch Frédéric fremdging. Élisabeth hingegen fühlte sich von Paul vernachlässigt, weil der viel Zeit mit Frédéric verbrachte.
Angèle verliebte sich schließlich in Roland (Vladislav Galard), einen gemeinsamen Freund, für den sie Frédéric verließ. Frédéric war am Boden zerstört, ein Leben ohne Angèle konnte er sich nicht vorstellen. In der Zwischenzeit wurde Élisabeth schwanger und sie und Paul zogen zurück nach Paris. Der Kontakt zu Frédéric riss ab, auch wenn man sich immer wieder versicherte, sich anrufen zu wollen. Der letzte Anruf kam dann aus dem Krankenhaus, wo Paul den im Sterben liegenden Frédéric noch besuchen konnte.
Eines gleich vorweg, Filme von Philippe Garrel bekommt man hier in Deutschland ja eher selten zu sehen, also muss man sich schon glücklich schätzen, einen davon zu erwischen. Diesen hier konnte ich leider nur in der deutschen Synchronfassung sehen, die bei französischen Filmen meistens schlecht ist, so auch in diesem Fall. Wer sucht da eigentlich die Sprecher aus? Gut, ich habe schon Schlimmeres erlebt, aber ganz besonders die deutsche Stimme von Louis Garrel ist grauenvoll und passt überhaupt nicht zu ihm. Solche Filme sollten immer im Original gesehen werden, also würden deutsche Untertitel schon genügen. Die gibt es hier aber leider nicht. Sehr schade.
Einen wunderbaren Kurzauftritt hat hier Maurice Garrel, Vater von Philippe und Großvater von Louis, in seiner letzten Rolle vor seinem Tod. Louis Garrel ist wie üblich hinreißend, er trägt den ganzen Film. Er ist wunderbar anzusehen, leicht zerknautscht wie immer und einfach großartig. Monica Bellucci wirkt hier eher wie ein Fremdkörper, stakst wie ein Pin-up durch den Film und ist zwar sehr schön, aber leider nicht talentiert. Sorry, aber so ist es nun mal.
Der Film an sich wirkt fast ein wenig altmodisch und aus der Zeit gefallen, was aber nicht negativ gemeint ist. Man muss sich schon darauf einlassen können, dass eigentlich kaum etwas passiert. Die Bilder sprechen für sich, die Geschichte ist relativ unspektakulär, gefällt aber trotzdem. Die Musik stammt übrigens von John Cale, unverkennbar und wunderschön. Also wer Lust auf einen kleinen, aber feinen französischen Film hat, bitte sehr.
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Les chansons d'amour
"Les chansons d'amour" ist ein Film von Christophe Honoré (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2007. Die Musik (Songs und Texte) stammt von Alex Beaupain.
Erzählt wird die Geschichte von Ismael (Louis Garrel), der mit seiner Freundin Julie (Ludivine Sagnier) zusammenlebt und gemeinsam mit ihr die Beziehung etwas aufpeppen möchte. Aus diesem Grund holen sie sich Ismaels Arbeitskollegin Alice (Clotilde Hesme) dazu. Doch was sich in der Theorie so spannend anhört, entpuppt sich in der Realität schnell als ziemlich schwierig. So richtig glücklich mit der Situation ist jedenfalls keiner der Beteiligten.
Dann passiert ein Unglück, denn Julie stirbt an einem plötzlichen Herztod und alles verändert sich. Ismael wird zwar von Julies Familie und besonders von deren Schwester Jeanne (Chiara Mastroianni) liebevoll umsorgt, aber er kapselt sich immer weiter ab, um seine Trauer allein zu bewältigen. Die Beziehung zu Alice ist vorbei, ebenso wie das kurze Verhältnis von Alice und Gwendal (Yannick Renier). Gwendals Bruder Erwann (Grégoire Leprince-Ringuet) wiederum hat sich Hals über Kopf in Ismael verliebt und setzt alles daran, diesen von seiner Liebe zu überzeugen.
Der junge Bretone ist dabei ziemlich hartnäckig und so langsam aber sicher gelingt es ihm, Ismaels Panzer zu knacken und ihn ins Leben zurückzuholen.
Der Film ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Abschied, Abwesenheit und Rückkehr. Es geht um Liebe und Verlust, um Trauer und um die Möglichkeit, sich neu zu verlieben, auch wenn man sich das vielleicht erst nicht vorstellen kann. Eingefangen ist das in wunderschönen Bildern und unterlegt mit der fabelhaften Musik von Alex Beaupain. Die Lieder werden von den Darstellern selbst gesungen und das sogar sehr überzeugend. Hier ist nichts kitschig, sondern alles einfach zu Herzen gehend.
Die jungen Schauspieler gehören mit zum Besten, was Frankreich zu bieten hat und lassen keine Wünsche offen. Es passt einfach alles, das Spiel, der Regisseur und die Musik. Wunderbar und sehr empfehlenswert. Kann man immer wieder neu entdecken.
Erzählt wird die Geschichte von Ismael (Louis Garrel), der mit seiner Freundin Julie (Ludivine Sagnier) zusammenlebt und gemeinsam mit ihr die Beziehung etwas aufpeppen möchte. Aus diesem Grund holen sie sich Ismaels Arbeitskollegin Alice (Clotilde Hesme) dazu. Doch was sich in der Theorie so spannend anhört, entpuppt sich in der Realität schnell als ziemlich schwierig. So richtig glücklich mit der Situation ist jedenfalls keiner der Beteiligten.
Dann passiert ein Unglück, denn Julie stirbt an einem plötzlichen Herztod und alles verändert sich. Ismael wird zwar von Julies Familie und besonders von deren Schwester Jeanne (Chiara Mastroianni) liebevoll umsorgt, aber er kapselt sich immer weiter ab, um seine Trauer allein zu bewältigen. Die Beziehung zu Alice ist vorbei, ebenso wie das kurze Verhältnis von Alice und Gwendal (Yannick Renier). Gwendals Bruder Erwann (Grégoire Leprince-Ringuet) wiederum hat sich Hals über Kopf in Ismael verliebt und setzt alles daran, diesen von seiner Liebe zu überzeugen.
Der junge Bretone ist dabei ziemlich hartnäckig und so langsam aber sicher gelingt es ihm, Ismaels Panzer zu knacken und ihn ins Leben zurückzuholen.
Der Film ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Abschied, Abwesenheit und Rückkehr. Es geht um Liebe und Verlust, um Trauer und um die Möglichkeit, sich neu zu verlieben, auch wenn man sich das vielleicht erst nicht vorstellen kann. Eingefangen ist das in wunderschönen Bildern und unterlegt mit der fabelhaften Musik von Alex Beaupain. Die Lieder werden von den Darstellern selbst gesungen und das sogar sehr überzeugend. Hier ist nichts kitschig, sondern alles einfach zu Herzen gehend.
Die jungen Schauspieler gehören mit zum Besten, was Frankreich zu bieten hat und lassen keine Wünsche offen. Es passt einfach alles, das Spiel, der Regisseur und die Musik. Wunderbar und sehr empfehlenswert. Kann man immer wieder neu entdecken.
Sonntag, 6. Mai 2012
Die Liebenden - Les bien-aimés
Der Film erzählt die Geschichte der Französin Madeleine über einen Zeitraum von fünfzig Jahren. Verkörpert wird die Rolle in jungen Jahren von der bezaubernden Ludivine Sagnier und später von der wie immer großartigen Catherine Deneuve.
Die junge Madeleine arbeitet als Schuhverkäuferin und stiehlt eines Tages ein Paar rote Pumps, in denen sie stolz auf der Straße herumläuft. Dabei wird sie von einem Mann angesprochen, der sie für eine Prostituierte hält. Er bietet ihr Geld an, dass sie nach kurzem Zögern annimmt. Von da an arbeitet sie weiterhin gelegentlich als Hure, um sich ihren Lebensstil erhalten zu können. Sie verliebt sich jedoch in einen ihrer Kunden, den tschechischen Arzt Jaromil (Rasha Bukvic), den sie heiratet und mit dem sie nach Prag zieht. Bald darauf kommt ihre Tochter Vera zur Welt.
Das Leben in Prag macht Madeleine aber unglücklich, die politischen Verhältnisse verschärfen sich und Jaromil ist untreu. Sie zieht mit Vera wieder nach Paris und heiratet Francois (Guillaume Denaiffe, später Michel Delpech). Ihre Liebe aber gilt weiterhin Jaromil, mit dem sie viele Jahre später eine Affäre haben wird und der als älterer Mann von Milos Forman gespielt wird. Madeleine kommt von Jaromil nicht los, weil sie zwar ohne ihn leben kann, aber nicht leben kann, ohne ihn zu lieben.
Die erwachsene Vera wird von Chiara Mastroianni verkörpert, der wirklichen Tochter von Catherine Deneuve. Sie hat eine lockere Beziehung mit Clément (Louis Garrel), verliebt sich aber unglücklich in den amerikanischen Musiker Henderson (Paul Schneider), der allerdings schwul ist. Trotzdem kommen beide nicht voneinander los und fühlen sich sehr miteinander verbunden. Am 11. September 2001 treffen sich beide in Montreal, statt wie geplant in New York, zusammen mit Hendersons jungem Freund Mathieu (Dustin Segura-Suarez).
Vera weiß inzwischen, dass Henderson HIV-Positiv ist und dass er sich nie wirklich zu seiner Liebe ihr gegenüber bekennen wird, aber sie will unbedingt ein Kind von ihm. Die gemeinsame Liebesnacht zu Dritt endet allerdings anders als erwartet.
Mehr verrate ich hier aber nicht, denn diesen wunderschönen Film muss man einfach selbst gesehen und erfahren haben. Wie schon in "Les chansons d'amour" wird auch hier wieder gesungen und das so schön, dass einem das Herz aufgeht. Die Chansons von Alex Beaupain sind großartig und unterstreichen die Handlung perfekt.
Die Geschichte von Madeleine und ihrer Tochter Vera ist gleichzeitig schön und tragisch. Beide glauben fest an die Liebe und beide scheitern auch daran. Christophe Honoré hat hier einen wunderbaren Film geschaffen, der schöner fast nicht sein kann. Allein schon die Besetzung ist ein Traum, Ludivine Sagnier, Catherine Deneuve, Chiara Mastroianni, Louis Garrel und Milos Forman. Besser geht es nicht.
Insgesamt gesehen ein wirklich wunderschöner Film, den man nicht verpassen darf. Die 135 Minuten vergehen wie im Flug und langweilig wird es nie. Ganz, ganz große Empfehlung für ein kleines Meisterwerk dieses bemerkenswerten Regisseurs.
Samstag, 31. Dezember 2011
Ma Mère
"Ma Mère" ist ein Film von Christophe Honoré (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2004 und beruht auf einem Roman des Philosophen Georges Bataille.
Der junge Pierre (Louis Garrel) ist bei seiner Großmutter in Frankreich aufgewachsen und nun zu Besuch bei seinen Eltern auf den Kanarischen Inseln. Das Verhältnis zu seinem Vater ist gespannt, aber seine Mutter Hélène (Isabelle Huppert) liebt Pierre abgöttisch. Als der Vater kurz darauf bei einem Unfall stirbt, hält sich die Traurigkeit beider sehr in Grenzen, denn auch Hélène hatte nur Verachtung für ihren Mann übrig.
Hélène beschließt, ihren Sohn in ihr Nacht- und Sexleben mit einzubeziehen, offenbart sich ihm als Hure und macht ihn mit ihrer Freundin und Kollegin Réa (Joana Preiss) bekannt, die dann den lieben Pierre erst einmal vernascht, während Mutti zuschaut. Doch das ist erst der Anfang der sexuellen Ausschweifungen, in die Hélène ihren Sohn zieht. Pierre lässt alles widerspruchslos über sich ergehen, ist ein aufmerksamer Schüler und seiner Mutter immer mehr zugetan.
Als Hélène die Insel verlässt, um mit Réa auswärtig zu arbeiten, hinterlässt sie Pierre die junge Hansi (Emma de Caunes), die sich um ihn kümmern soll, in jeder Beziehung. Die beiden verlieben sich, doch Pierres neu erwachter Drang nach immer neuen sexuellen Herausforderungen, wird bald zum Problem. Eines Tages taucht Hélène wieder auf und das Mutter-Sohn-Verhältnis wird intensiv wie nie zuvor, endet aber in einer Tragödie.
Sex, Begierde, Leidenschaft, Inzest, Tabubruch, Christophe Honoré fährt hier so einiges auf, aber packend oder prickelnd ist das leider gar nicht, daran ändert auch ein nackter Louis Garrel nichts. Der Film ist definitiv zu lang, hat keine durchgehende Handlung, die einen fesseln könnte und zwischendurch wird es manchmal sehr langatmig, um nicht gar zu sagen langweilig. Aufgeklärte Zuschauer bekommen hier auch nichts zu sehen, was einen irgendwie vom Hocker hauen könnte. Das war allerdings auch nicht geplant, wie es scheint. Was Christophe Honoré nun aber eigentlich mit seinem Film sagen will, ich weiß es nicht.
Lohnt sich der Film trotzdem? Meiner Meinung nach schon, wenn man seine Erwartungen etwas herunterschraubt und sich ganz auf die Darsteller konzentriert, denn die sind hervorragend. Zu Isabelle Huppert muss ich nichts mehr sagen, sie ist einfach ein Traum, auch in dieser Rolle. Louis Garrel ist wie üblich anbetungswürdig, die schöne Joana Preiss und die junge und hübsche Emma de Caunes runden das Bild ab. Allein wegen dieser vier Personen sollte man sich den Film anschauen.
Natürlich aber nur in der Originalfassung mit Untertiteln und bitte auf gar keinen Fall mit der deutschen Synchronisation, die wie üblich die ganze Atmosphäre des Films ruiniert. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber die falschen Stimmen können wirklich das Filmvergnügen trüben, wenn nicht gar vernichten, das muss doch nicht sein.
Von mir gibt es eine Empfehlung, wenn auch etwas eingeschränkt, denn vielen wird der Film zu sperrig und zu wenig zugänglich sein. Hat man sich aber erst einmal darauf eingelassen, dann kann man ihn durchaus anschauen, auch wenn er deutliche Längen hat. Einfach mal ausprobieren.
Der junge Pierre (Louis Garrel) ist bei seiner Großmutter in Frankreich aufgewachsen und nun zu Besuch bei seinen Eltern auf den Kanarischen Inseln. Das Verhältnis zu seinem Vater ist gespannt, aber seine Mutter Hélène (Isabelle Huppert) liebt Pierre abgöttisch. Als der Vater kurz darauf bei einem Unfall stirbt, hält sich die Traurigkeit beider sehr in Grenzen, denn auch Hélène hatte nur Verachtung für ihren Mann übrig.
Hélène beschließt, ihren Sohn in ihr Nacht- und Sexleben mit einzubeziehen, offenbart sich ihm als Hure und macht ihn mit ihrer Freundin und Kollegin Réa (Joana Preiss) bekannt, die dann den lieben Pierre erst einmal vernascht, während Mutti zuschaut. Doch das ist erst der Anfang der sexuellen Ausschweifungen, in die Hélène ihren Sohn zieht. Pierre lässt alles widerspruchslos über sich ergehen, ist ein aufmerksamer Schüler und seiner Mutter immer mehr zugetan.
Als Hélène die Insel verlässt, um mit Réa auswärtig zu arbeiten, hinterlässt sie Pierre die junge Hansi (Emma de Caunes), die sich um ihn kümmern soll, in jeder Beziehung. Die beiden verlieben sich, doch Pierres neu erwachter Drang nach immer neuen sexuellen Herausforderungen, wird bald zum Problem. Eines Tages taucht Hélène wieder auf und das Mutter-Sohn-Verhältnis wird intensiv wie nie zuvor, endet aber in einer Tragödie.
Sex, Begierde, Leidenschaft, Inzest, Tabubruch, Christophe Honoré fährt hier so einiges auf, aber packend oder prickelnd ist das leider gar nicht, daran ändert auch ein nackter Louis Garrel nichts. Der Film ist definitiv zu lang, hat keine durchgehende Handlung, die einen fesseln könnte und zwischendurch wird es manchmal sehr langatmig, um nicht gar zu sagen langweilig. Aufgeklärte Zuschauer bekommen hier auch nichts zu sehen, was einen irgendwie vom Hocker hauen könnte. Das war allerdings auch nicht geplant, wie es scheint. Was Christophe Honoré nun aber eigentlich mit seinem Film sagen will, ich weiß es nicht.
Lohnt sich der Film trotzdem? Meiner Meinung nach schon, wenn man seine Erwartungen etwas herunterschraubt und sich ganz auf die Darsteller konzentriert, denn die sind hervorragend. Zu Isabelle Huppert muss ich nichts mehr sagen, sie ist einfach ein Traum, auch in dieser Rolle. Louis Garrel ist wie üblich anbetungswürdig, die schöne Joana Preiss und die junge und hübsche Emma de Caunes runden das Bild ab. Allein wegen dieser vier Personen sollte man sich den Film anschauen.
Natürlich aber nur in der Originalfassung mit Untertiteln und bitte auf gar keinen Fall mit der deutschen Synchronisation, die wie üblich die ganze Atmosphäre des Films ruiniert. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber die falschen Stimmen können wirklich das Filmvergnügen trüben, wenn nicht gar vernichten, das muss doch nicht sein.
Von mir gibt es eine Empfehlung, wenn auch etwas eingeschränkt, denn vielen wird der Film zu sperrig und zu wenig zugänglich sein. Hat man sich aber erst einmal darauf eingelassen, dann kann man ihn durchaus anschauen, auch wenn er deutliche Längen hat. Einfach mal ausprobieren.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Dans Paris
"Dans Paris" ist ein Film von Christophe Honoré (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2006.
Jonathan (Louis Garrel) führt den Zuschauer als Erzähler in die Geschichte ein. Sein älterer Bruder Paul (Romain Duris) hat sich gerade von seiner Freundin getrennt, ist wieder zu seinem Vater (Guy Marchand) gezogen und lebt nun in Jonathans Zimmer. Er ist deprimiert und verlässt kaum das Bett. Jonathan und sein Vater versuchen alles nur Mögliche, um Paul aufzuheitern, aber vergebens.
Paul und Anna (Joana Preiss) sind aufs Land gezogen, zusammen mit Annas kleinem Sohn. Doch Paul konnte dem Leben dort nichts abgewinnen, er fühlte sich eingesperrt und von der Welt abgeschnitten. Das war der Anfang vom Ende ihrer Beziehung. Paul wusste plötzlich nicht mehr, ob er Anna wirklich liebt oder ob er sich alles nur eingeredet hat.
Nun, wieder in Paris, hat Paul jede Energie verloren. Er denkt oft an seine Schwester, die auch manchmal schwermütig war und sich mit siebzehn Jahren umgebracht hat. Pauls Mutter (Marie-France Pisier) kommt zu Besuch, aber auch sie kommt nicht an ihn heran.
Jonathan hat den Tag in der Stadt verbracht, sein Leben genossen und einige junge Frauen getroffen. Er liebt das Leben und berichtet Paul von seinen Erlebnissen. Gemeinsam erinnern sie sich an ihre Kindheit und ganz langsam kommt Paul wieder zu sich, der Bann ist scheinbar gebrochen.
Christophe Honoré erzählt hier eine kleine Familiengeschichte, die sich fast kammerspielartig hauptsächlich in der Wohnung des Vaters abspielt. Unterbrochen wird das durch die Bilder von Jonathans Streifzügen durch Paris, die wunderbar eingefangen sind. Trotz des eigentlich traurigen Themas ist der Film aber nie deprimierend, sondern zauberhaft leicht und fast schon unbekümmert, aber das im besten Sinne.
Die Schauspieler sind ein Traum, besonders natürlich der hinreißende Louis Garrel, der bei Christophe Honoré ja schon fast zum Inventar zählt, gottseidank. Aber auch Romain Duris, den ich sonst nicht so gern mag, kann hier überzeugen und leidet göttlich vor sich hin.
Insgesamt gesehen ein sehr gefühlvoller und manchmal auch lustiger Film, der durchaus berührt. Toll geschrieben, toll gespielt und mal wieder nicht mit deutschen Untertiteln zu haben, sondern nur in französisch mit englischen Untertiteln. Da ich aber die Filme von Christophe Honoré sehr schätze, kann ich mich damit arrangieren. Empfehlenswert ist der Film auf jeden Fall.
Als Extra gibt es noch ein Interview mit Christophe Honoré, sowie ein weiteres mit Louis Garrel und Joana Preiss. Beide sind ca. 28 Minuten lang und sehr interessant. Das Interview mit Garrel und Preiss ist übrigens auf Englisch und das ist mitunter sehr amüsant wegen der Sprachprobleme.
Jonathan (Louis Garrel) führt den Zuschauer als Erzähler in die Geschichte ein. Sein älterer Bruder Paul (Romain Duris) hat sich gerade von seiner Freundin getrennt, ist wieder zu seinem Vater (Guy Marchand) gezogen und lebt nun in Jonathans Zimmer. Er ist deprimiert und verlässt kaum das Bett. Jonathan und sein Vater versuchen alles nur Mögliche, um Paul aufzuheitern, aber vergebens.
Paul und Anna (Joana Preiss) sind aufs Land gezogen, zusammen mit Annas kleinem Sohn. Doch Paul konnte dem Leben dort nichts abgewinnen, er fühlte sich eingesperrt und von der Welt abgeschnitten. Das war der Anfang vom Ende ihrer Beziehung. Paul wusste plötzlich nicht mehr, ob er Anna wirklich liebt oder ob er sich alles nur eingeredet hat.
Nun, wieder in Paris, hat Paul jede Energie verloren. Er denkt oft an seine Schwester, die auch manchmal schwermütig war und sich mit siebzehn Jahren umgebracht hat. Pauls Mutter (Marie-France Pisier) kommt zu Besuch, aber auch sie kommt nicht an ihn heran.
Jonathan hat den Tag in der Stadt verbracht, sein Leben genossen und einige junge Frauen getroffen. Er liebt das Leben und berichtet Paul von seinen Erlebnissen. Gemeinsam erinnern sie sich an ihre Kindheit und ganz langsam kommt Paul wieder zu sich, der Bann ist scheinbar gebrochen.
Christophe Honoré erzählt hier eine kleine Familiengeschichte, die sich fast kammerspielartig hauptsächlich in der Wohnung des Vaters abspielt. Unterbrochen wird das durch die Bilder von Jonathans Streifzügen durch Paris, die wunderbar eingefangen sind. Trotz des eigentlich traurigen Themas ist der Film aber nie deprimierend, sondern zauberhaft leicht und fast schon unbekümmert, aber das im besten Sinne.
Die Schauspieler sind ein Traum, besonders natürlich der hinreißende Louis Garrel, der bei Christophe Honoré ja schon fast zum Inventar zählt, gottseidank. Aber auch Romain Duris, den ich sonst nicht so gern mag, kann hier überzeugen und leidet göttlich vor sich hin.
Insgesamt gesehen ein sehr gefühlvoller und manchmal auch lustiger Film, der durchaus berührt. Toll geschrieben, toll gespielt und mal wieder nicht mit deutschen Untertiteln zu haben, sondern nur in französisch mit englischen Untertiteln. Da ich aber die Filme von Christophe Honoré sehr schätze, kann ich mich damit arrangieren. Empfehlenswert ist der Film auf jeden Fall.
Als Extra gibt es noch ein Interview mit Christophe Honoré, sowie ein weiteres mit Louis Garrel und Joana Preiss. Beide sind ca. 28 Minuten lang und sehr interessant. Das Interview mit Garrel und Preiss ist übrigens auf Englisch und das ist mitunter sehr amüsant wegen der Sprachprobleme.
Sonntag, 20. November 2011
Herzensbrecher
"Herzensbrecher" - "Les amours imaginaires" ist ein Film von Xavier Dolan aus dem Jahr 2010. Auch in seinem zweiten Spielfilm übernimmt Dolan wieder das Ruder. Er ist gleichzeitig Regisseur, Autor und Produzent und auch noch für Schnitt und Kostüme zuständig. Ach ja, eine der Hauptrollen spielt er selbstverständlich auch noch. Kann das gut gehen? Und ob!
Die beiden engen Freunde Francis (Xavier Dolan) und Marie (Monia Chokri) lernen auf einer Party den gutaussehenden Nicolas (Niels Schneider) kennen und verlieben sich sofort in ihn. Nicolas ist ein blonder Engel mit hübschen Locken, der genau weiß, wie er auf andere wirkt. Im Ringen um seine Zuneigung machen sich Francis und Marie zum Affen, merken es aber selbst nicht. Sie verhalten sich wie Geschwister, die um ein neues Spielzeug kämpfen und wollen sich gegenseitig ausstechen, was den Reiz des Objekts ihrer Begierde nur noch künstlich erhöht.
Um sich abzulenken, haben sie Sex mit anderen, doch auch das hilft nicht. Die Liebe zu Nicolas treibt beide an den Rand der Verzweiflung und gefährdet beinahe ihre Freundschaft. Unabhängig voneinander versuchen sie Nicolas ihre Gefühle zu offenbaren, was aber gründlich misslingt und in beiden Fällen mit einem heftigen Knall auf dem Boden der Tatsachen endet.
Zu Beginn des Films wird der dazu passende Ausspruch des französischen Schriftstellers Alfred de Musset eingeblendet "Nichts ist wahrer als die Unvernunft der Liebe". Dem ist nichts hinzuzufügen. Doch Xavier Dolan findet hier noch einen wunderbaren Schluss, wenn er die Drei nach einem Jahr wieder auf einer Party zusammen zeigt. Das ist sensationell geworden und ein neues Love-Interest (Louis Garrel) ist auch schon in Sicht...
Ein Film zum Verlieben oder lieber auch nicht, wenn man so an die Folgen denkt. Egal, auch der zweite Film von Xavier Dolan ist ein Erlebnis für die Sinne geworden. Wunderbar besetzt mit dem hübschen Niels Schneider, der fabelhaften Monia Chokri und dem anbetungswürdigen Dolan selbst. Schön ist übrigens auch der Mini-Auftritt von Louis Garrel. Ebenso gut ist die Musikauswahl, unter anderem die Dalida-Version von "Bang-Bang". Hier passt einfach alles, die Ausstattung, die Kostüme, jedes noch so kleine Detail scheint wohlüberlegt zu sein und fügt sich geschmeidig zu einem Bild, wie es besser nicht sein könnte.
Insgesamt gesehen ein ganz besonderes Filmerlebnis, das Lust auf mehr macht. Bleibt zu hoffen, dass Xavier Dolan diese Leichtigkeit nicht verliert, sondern auch zukünftig seinem Stil treu bleibt. Ganz große Empfehlung. Wer bisher seinen Erstling "I Killed my Mother" noch nicht kennt, der sollte das schleunigst nachholen.
Die beiden engen Freunde Francis (Xavier Dolan) und Marie (Monia Chokri) lernen auf einer Party den gutaussehenden Nicolas (Niels Schneider) kennen und verlieben sich sofort in ihn. Nicolas ist ein blonder Engel mit hübschen Locken, der genau weiß, wie er auf andere wirkt. Im Ringen um seine Zuneigung machen sich Francis und Marie zum Affen, merken es aber selbst nicht. Sie verhalten sich wie Geschwister, die um ein neues Spielzeug kämpfen und wollen sich gegenseitig ausstechen, was den Reiz des Objekts ihrer Begierde nur noch künstlich erhöht.
Um sich abzulenken, haben sie Sex mit anderen, doch auch das hilft nicht. Die Liebe zu Nicolas treibt beide an den Rand der Verzweiflung und gefährdet beinahe ihre Freundschaft. Unabhängig voneinander versuchen sie Nicolas ihre Gefühle zu offenbaren, was aber gründlich misslingt und in beiden Fällen mit einem heftigen Knall auf dem Boden der Tatsachen endet.
Zu Beginn des Films wird der dazu passende Ausspruch des französischen Schriftstellers Alfred de Musset eingeblendet "Nichts ist wahrer als die Unvernunft der Liebe". Dem ist nichts hinzuzufügen. Doch Xavier Dolan findet hier noch einen wunderbaren Schluss, wenn er die Drei nach einem Jahr wieder auf einer Party zusammen zeigt. Das ist sensationell geworden und ein neues Love-Interest (Louis Garrel) ist auch schon in Sicht...
Ein Film zum Verlieben oder lieber auch nicht, wenn man so an die Folgen denkt. Egal, auch der zweite Film von Xavier Dolan ist ein Erlebnis für die Sinne geworden. Wunderbar besetzt mit dem hübschen Niels Schneider, der fabelhaften Monia Chokri und dem anbetungswürdigen Dolan selbst. Schön ist übrigens auch der Mini-Auftritt von Louis Garrel. Ebenso gut ist die Musikauswahl, unter anderem die Dalida-Version von "Bang-Bang". Hier passt einfach alles, die Ausstattung, die Kostüme, jedes noch so kleine Detail scheint wohlüberlegt zu sein und fügt sich geschmeidig zu einem Bild, wie es besser nicht sein könnte.
Insgesamt gesehen ein ganz besonderes Filmerlebnis, das Lust auf mehr macht. Bleibt zu hoffen, dass Xavier Dolan diese Leichtigkeit nicht verliert, sondern auch zukünftig seinem Stil treu bleibt. Ganz große Empfehlung. Wer bisher seinen Erstling "I Killed my Mother" noch nicht kennt, der sollte das schleunigst nachholen.
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