"The Thing Called Love" ist ein Film von Peter Bogdanovich aus dem Jahr 1993. Das Drehbuch stammt von Carol Heikkinen.
Diesen wunderbaren Film habe ich gerade erst für mich entdeckt und ich möchte ihn allen Film- und Musikliebhabern sehr ans Herz legen. Eigentlich wollte ich diesen Film gar nicht sehen, weil ich Country-Musik schrecklich finde und Filme mit Sandra Bullock generell ablehne. Aber ich lerne ja auch dazu und kann sogar gelegentlich über meinen Schatten springen und siehe da, hier ist ein Film, der mich total überzeugt hat und mich gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht hat.
Die junge Songschreiberin Miranda Presley (Samantha Mathis) kommt aus New York nach Nashville, um im Bluebird-Cafe vorzuspielen. Sie kommt an diesem Tag aber zu spät an und muss eine Woche warten, bevor sie wieder eine Gelegenheit zum Vorspielen hat. Vor der Tür lernt sie den jungen James Wright (River Phoenix) kennen, der ebenfalls zu spät dran ist. Hier beginnt eine Liebesgeschichte, die noch einige Hürden zu überwinden hat.
Im Bluebird-Cafe, das von Lucy (K.T. Oslin) geführt wird, begegnet Miranda auch Kyle (Dermot Mulroney) und Linda (Sandra Bullock), die ebenfalls dort auftreten wollen und auch scheitern. Es entstehen aber feste Freundschaften zwischen ihnen, auch wenn Kyle heimlich in Miranda verliebt ist, während Linda für Kyle schwärmt, sich aber mit dem etwas dummen Billy (Anthony Clark) abgibt.
Miranda zieht in Lindas Hotelzimmer ein, um Geld zu sparen und die beiden so verschiedenen jungen Frauen freunden sich an. Miranda weiß genau, was sie im Leben erreichen will, aber Linda ist erschreckend naiv und wird erst im Laufe der Geschichte erfahren, worauf es ihr im Leben wirklich ankommt.
James und Miranda treffen immer wieder aufeinander und nach einigem hin und her heiraten sie aus einer Laune heraus in einem Supermarkt in Memphis. Das Leben als Ehepaar überfordert aber beide schon bald, denn James wird die Stadt für einige Zeit verlassen müssen, um eine Platte aufzunehmen, ohne dabei an Miranda zu denken. Die überdenkt in der Zeit ihre Situation, beendet ihre Ehe und will zurück nach New York gehen.
Einer plötzlichen Eingebung folgend steigt sie bei einem Halt aus dem Bus aus, setzt sich in ein Diner und schreibt einen neuen Song. Wieder zurück im Bluebird-Cafe gibt ihr Lucy die Chance ihren Song vorzustellen und damit bei nächster Gelegenheit öffentlich aufzutreten. Auch James ist wieder da, der erkannt hat, wie sehr er Miranda liebt. Linda will Schauspielerin werden und zieht dafür nach New York, während James, Miranda und Kyle weiter an gemeinsamen Songs arbeiten wollen.
Ja, das ist die vielleicht auch etwas seichte Geschichte, die der Film erzählt. Sehenswert ist er aber schon allein wegen der grandiosen Regie von Peter Bogdanovich und der wunderbaren jungen Darsteller. Samantha Mathis, Sandra Bullock und Dermot Mulroney gehören heute längst zu den Top-Stars in Hollywood, hier sind sie noch am Anfang ihrer Karrieren und zeigen bereits erstaunliche Leistungen.
Was den Film so besonders macht, ist natürlich auch River Phoenix, der hier in seinem letzten komplett abgedrehten Film zu sehen ist, vor seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1993. Er hat eine spezielle Magie die von ihm ausgeht, die man in fast jeder Einstellung spüren kann. Was für ein Verlust, denn dieser junge Schauspieler hatte ein Talent, wie man es nur sehr selten findet. Das macht diesen Film so wertvoll, aber gleichzeitig auch so traurig, denn jede einzelne Szene mit ihm ist wie ein Geschenk. River Phoenix hatte mehr Talent im kleinen Finger, als andere Darsteller je im ganzen Leben erreichen können. Traurig, aber wahr.
Kommen wir aber zurück zum Film, der wirklich ganz wunderbar ist, ebenso die Extras auf der DVD und der fabelhafte Audio-Kommentar von Peter Bogdanovich. Ich könnte Peter Bogdanovich stundenlang zuhören, weil er ein so begnadeter Erzähler ist, ähnlich wie z. B. auch William Friedkin. Wenn diese Filmfanatiker erzählen, dann muss man einfach gespannt zuhören, das können sie einfach perfekt und sie haben auch genug Stoff zum Erzählen.
"The Thing Called Love" ist ein berührender, wundervoller, komischer und auch trauriger Film, den ich nur sehr empfehlen kann. River Phoenix ist nun bereits seit zwanzig Jahren tot, aber hier lebt er wieder auf und zeigt uns, was für ein Talent ihn ihm gesteckt hat. Bitte unbedingt anschauen.
Posts mit dem Label Peter Bogdanovich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Peter Bogdanovich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 19. Oktober 2013
Montag, 14. Oktober 2013
Targets
"Targets" ist ein Film von Peter Bogdanovich aus dem Jahr 1968. Das Drehbuch schrieb Bogdanovich zusammen mit seiner Frau Polly Platt. Samuel Fuller beteiligte sich mit einigen Verbesserungsvorschlägen am Script, wollte aber nicht namentlich erwähnt werden. Kameramann war hier László Kovacs.
Peter Bogdanovich verdankte die Möglichkeit seines Spielfilmdebüts dem bekannten Roger Corman, für den er zuvor einige Zeit gearbeitet hatte. Corman war der Geldgeber, stellte das Material zur Verfügung und ermöglichte außerdem zwei Tage Drehzeit mit Boris Karloff, der noch bei ihm unter Vertrag stand. Bogdanovich und seine Frau arbeiteten am Drehbuch, das dann wie schon beschrieben noch durch Samuel Fuller überarbeitet wurde. Als kleinen Dank an Fuller hat Bogdanovich die von ihm selbst gespielte Rolle des Regisseurs im Film "Sammy Michaels" genannt.
Die Story von "Targets" hat zwei Handlungsstränge, die aber auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. Da wäre zuerst die Geschichte von Byron Orlok (Boris Karloff), einem alternden und bewährten Horrordarsteller, der sich ins Privatleben zurückziehen will, weil er sich selbst für antiquiert hält und an der Filmerei keinen Spaß mehr hat. Seine Assistentin Jenny (Nancy Hsueh), die ein Verhältnis mit dem jungen Regisseur Sammy Michaels (Peter Bogdanovich) hat, nimmt seine Entscheidung resigniert zur Kenntnis, weil sie ihn gut genug kennt. Sammy will Byron noch zu einem letzten Film überreden, für den er schon das Drehbuch geschrieben hat, aber er scheitert an Byrons Starrsinn. Nur einen einzigen PR-Termin will Orlok noch wahrnehmen, die Premiere seines letzten Filmes in einem neuen Autokino am nächsten Tag.
Die andere Geschichte erzählt von Bobby Thompson (Tim O'Kelly), einem unauffälligen jungen Mann, quasi der nette Junge von nebenan, der von seinem Vater zu einem wahren Waffennarren herangezüchtet wurde. Bobby lebt mit seiner jungen Frau noch bei seinen Eltern in einem fast schon klinisch anmutendem Haus, in dem jede Form von Liebe oder Gemütlichkeit fehl am Platz ist. Zusammen sitzt man am Abend vor dem Fernseher, Gespräche finden nicht statt, höchstens nur äußerst oberflächlich. Hier wird nur funktioniert, aber nicht gelebt. Bobby versucht vergeblich, mit seiner Frau über seine Gedanken zu reden, die aber hört ihm nicht zu.
Am Tag hat Bobby sich ein neues Gewehr gekauft und als er im Geschäft durch das Zielfernrohr gesehen hat, konnte er auf der anderen Straßenseite Byron Orlok ausmachen. Am nächsten Tag werden sie sich wieder begegnen, auch wenn das noch keiner von ihnen weiß. Bobby legt das neue Gewehr in seinen Kofferraum, der ein wahres Waffenarsenal aufweist. Als Zuschauer hält man hier bereits den Atem an, denn die Vorzeichen deuten schon auf eine Tragödie hin.
Am nächsten Tag, es ist bereits gegen zwölf Uhr, erschießt Bobby erst seine Frau, dann seine Mutter und schließlich noch den jungen Lebensmittellieferanten, der leider zur falschen Zeit am falschen Ort war. Danach fährt er zur Autobahn, legt sich mit seinen Waffen und der zusätzlichen Munition, die er ebenfalls noch gekauft hat, auf einem hohen Gastank auf die Lauer. Nachdem er einen Snack zu sich genommen hat, fängt er an wahllos auf die Insassen der vorbeifahrenden Autos zu schießen. Erst als die Polizei sich nähert, flüchtet er und versucht, im normalen Verkehr unterzutauchen. Dabei landet er in dem neuen Autokino, in dem schon kurz darauf der Film mit Byron Orlok gezeigt werden soll.
Doch Bobbys Amoklauf ist noch nicht vorbei, er verschanzt sich mit Waffen und Munition hinter der Leinwand und feuert weiter auf ahnungslose Opfer, während das Publikum sich den Film anschaut und erst langsam begreift, was hier vor sich geht. Zum Schluss kommt es zur finalen Begegnung zwischen Bobby und Byron Orlok, die sehr bizarr enden wird.
Orlok hatte die Zeichen der Zeit richtig erkannt, sein altmodischer Horror war vorüber, der moderne Horror war längst Realität geworden und konnte einen jederzeit treffen. Mit seinem Film hat Peter Bogdanovich somit bereits 1968 einen Nerv getroffen, der auch heute noch erschreckend aktuell ist. Inspiriert wurde Bogdanovich durch den tatsächlichen Amoklauf des jungen Charles Whitman, der 1966 in Texas stattfand. "Targets" erhielt sehr gute Kritiken, aber niemand wollte ihn zeigen oder auch nur sehen. Nach den Morden an Martin Luther King und Robert F. Kennedy hatte der Film es schwer, ein Publikum zu finden, aber aus heutiger Sicht ist er eindeutig ein Meisterwerk und hat die Karriere von Peter Bogdanovich begründet.
Was soll ich noch sagen? Dieser Film muss unbedingt angeschaut werden, weil er ganz tief unter die Haut geht und in seiner unaufgeregten Art einfach sprachlos macht. So muss ein wirklich guter Film sein, aufrüttelnd und bewegend. Besser geht es nicht. Ganz große Empfehlung.
Peter Bogdanovich verdankte die Möglichkeit seines Spielfilmdebüts dem bekannten Roger Corman, für den er zuvor einige Zeit gearbeitet hatte. Corman war der Geldgeber, stellte das Material zur Verfügung und ermöglichte außerdem zwei Tage Drehzeit mit Boris Karloff, der noch bei ihm unter Vertrag stand. Bogdanovich und seine Frau arbeiteten am Drehbuch, das dann wie schon beschrieben noch durch Samuel Fuller überarbeitet wurde. Als kleinen Dank an Fuller hat Bogdanovich die von ihm selbst gespielte Rolle des Regisseurs im Film "Sammy Michaels" genannt.
Die Story von "Targets" hat zwei Handlungsstränge, die aber auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. Da wäre zuerst die Geschichte von Byron Orlok (Boris Karloff), einem alternden und bewährten Horrordarsteller, der sich ins Privatleben zurückziehen will, weil er sich selbst für antiquiert hält und an der Filmerei keinen Spaß mehr hat. Seine Assistentin Jenny (Nancy Hsueh), die ein Verhältnis mit dem jungen Regisseur Sammy Michaels (Peter Bogdanovich) hat, nimmt seine Entscheidung resigniert zur Kenntnis, weil sie ihn gut genug kennt. Sammy will Byron noch zu einem letzten Film überreden, für den er schon das Drehbuch geschrieben hat, aber er scheitert an Byrons Starrsinn. Nur einen einzigen PR-Termin will Orlok noch wahrnehmen, die Premiere seines letzten Filmes in einem neuen Autokino am nächsten Tag.
Die andere Geschichte erzählt von Bobby Thompson (Tim O'Kelly), einem unauffälligen jungen Mann, quasi der nette Junge von nebenan, der von seinem Vater zu einem wahren Waffennarren herangezüchtet wurde. Bobby lebt mit seiner jungen Frau noch bei seinen Eltern in einem fast schon klinisch anmutendem Haus, in dem jede Form von Liebe oder Gemütlichkeit fehl am Platz ist. Zusammen sitzt man am Abend vor dem Fernseher, Gespräche finden nicht statt, höchstens nur äußerst oberflächlich. Hier wird nur funktioniert, aber nicht gelebt. Bobby versucht vergeblich, mit seiner Frau über seine Gedanken zu reden, die aber hört ihm nicht zu.
Am Tag hat Bobby sich ein neues Gewehr gekauft und als er im Geschäft durch das Zielfernrohr gesehen hat, konnte er auf der anderen Straßenseite Byron Orlok ausmachen. Am nächsten Tag werden sie sich wieder begegnen, auch wenn das noch keiner von ihnen weiß. Bobby legt das neue Gewehr in seinen Kofferraum, der ein wahres Waffenarsenal aufweist. Als Zuschauer hält man hier bereits den Atem an, denn die Vorzeichen deuten schon auf eine Tragödie hin.
Am nächsten Tag, es ist bereits gegen zwölf Uhr, erschießt Bobby erst seine Frau, dann seine Mutter und schließlich noch den jungen Lebensmittellieferanten, der leider zur falschen Zeit am falschen Ort war. Danach fährt er zur Autobahn, legt sich mit seinen Waffen und der zusätzlichen Munition, die er ebenfalls noch gekauft hat, auf einem hohen Gastank auf die Lauer. Nachdem er einen Snack zu sich genommen hat, fängt er an wahllos auf die Insassen der vorbeifahrenden Autos zu schießen. Erst als die Polizei sich nähert, flüchtet er und versucht, im normalen Verkehr unterzutauchen. Dabei landet er in dem neuen Autokino, in dem schon kurz darauf der Film mit Byron Orlok gezeigt werden soll.
Doch Bobbys Amoklauf ist noch nicht vorbei, er verschanzt sich mit Waffen und Munition hinter der Leinwand und feuert weiter auf ahnungslose Opfer, während das Publikum sich den Film anschaut und erst langsam begreift, was hier vor sich geht. Zum Schluss kommt es zur finalen Begegnung zwischen Bobby und Byron Orlok, die sehr bizarr enden wird.
Orlok hatte die Zeichen der Zeit richtig erkannt, sein altmodischer Horror war vorüber, der moderne Horror war längst Realität geworden und konnte einen jederzeit treffen. Mit seinem Film hat Peter Bogdanovich somit bereits 1968 einen Nerv getroffen, der auch heute noch erschreckend aktuell ist. Inspiriert wurde Bogdanovich durch den tatsächlichen Amoklauf des jungen Charles Whitman, der 1966 in Texas stattfand. "Targets" erhielt sehr gute Kritiken, aber niemand wollte ihn zeigen oder auch nur sehen. Nach den Morden an Martin Luther King und Robert F. Kennedy hatte der Film es schwer, ein Publikum zu finden, aber aus heutiger Sicht ist er eindeutig ein Meisterwerk und hat die Karriere von Peter Bogdanovich begründet.
Was soll ich noch sagen? Dieser Film muss unbedingt angeschaut werden, weil er ganz tief unter die Haut geht und in seiner unaufgeregten Art einfach sprachlos macht. So muss ein wirklich guter Film sein, aufrüttelnd und bewegend. Besser geht es nicht. Ganz große Empfehlung.
![]() |
| (Boris Karloff und Peter Bogdanovich) |
Samstag, 3. Dezember 2011
Broken English
"Broken English" ist ein Film von Zoe Cassavetes (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2007.
Nora (Parker Posey) ist eine Frau in den Dreißigern, hübsch und gebildet, und arbeitet in einem Hotel in New York als Gästemanagerin. Doch schon die ersten Bilder des Films zeigen ihr Problem, denn sie ist Single. Sie macht sich zurecht, legt Make-Up auf, sucht ihre Kleidung aus, doch ihr Gesichtsausdruck ist verzweifelt. Das Rotweinglas in ihrer Hand spricht Bände.
Also mal wieder die alte Geschichte, in der von jungen Frauen erzählt wird, die immer noch auf ihren Traumprinzen warten, weil sie allein so gar nichts wert sind. Eigentlich hätte ich hier den Film schon abgebrochen, wenn ich nicht die Besetzung gekannt hätte. Also weiter in diesem Cinderella-Verschnitt.
Nora lernt in ihrem Hotel den Schauspieler Nick (Justin Theroux) kennen, der mit ihr ausgeht. Endlich hat sie ihren Eltern (Gena Rowlands und Peter Bogdanovich) etwas zu erzählen. Doch diese Affäre ist nur von kurzer Dauer. Noras beste Freundin Audrey (Drea de Matteo) und ihr Mann Mark (Tim Guinee) scheinen ein glückliches Paar zu sein und feiern gerade ihren fünften Hochzeitstag, aber Audrey ist eher unglücklich mit ihrem Eheleben.
Nora hat noch weitere Dates mit Männern, aber alle verlaufen eher unerfreulich, bis sie auf einer Party den Franzosen Julien (Melvil Poupaud) kennenlernt. Julien interessiert sich wirklich für Nora, was bei ihr sogleich eine Art von Panik hervorruft. Der plötzlichen Nähe zu einem Mann kann sie nichts entgegensetzen und so flüchtet sie sich in einen Tablettencocktail.
Als Julien ihr mitteilt, wieder nach Paris zurückzukehren, lässt sie ihn gehen, obwohl er sie bittet, ihn zu begleiten. Erst viel später macht sie sich auf, ihn zu finden, aber da hat sie seine Nummer schon verloren. Wird es ein Wiedersehen geben?
Zoe Cassavetes ist die Tochter des großen Regisseurs John Cassavetes. Nun, Talent ist eben nicht erblich, das zeigt sich hier ganz deutlich. Die ganze Geschichte ist nicht ausgereift genug, um unterhalten zu können und gleichzeitig auch noch so dünn und voller Klischees, dass es schon schmerzt. An den Darstellern liegt es nicht, die leisten gute Arbeit, aber insgesamt bleibt nur ein fader Nachgeschmack. Die Frauen sind mal wieder nur verzweifelt, egal ob sie nun einen Mann haben oder auch nicht. Geht's noch?
Insgesamt gesehen kein empfehlenswerter Film, den hier aber auch sowieso niemand sehen wird. Die gute Besetzung kann einem nur leid tun.
Nora (Parker Posey) ist eine Frau in den Dreißigern, hübsch und gebildet, und arbeitet in einem Hotel in New York als Gästemanagerin. Doch schon die ersten Bilder des Films zeigen ihr Problem, denn sie ist Single. Sie macht sich zurecht, legt Make-Up auf, sucht ihre Kleidung aus, doch ihr Gesichtsausdruck ist verzweifelt. Das Rotweinglas in ihrer Hand spricht Bände.
Also mal wieder die alte Geschichte, in der von jungen Frauen erzählt wird, die immer noch auf ihren Traumprinzen warten, weil sie allein so gar nichts wert sind. Eigentlich hätte ich hier den Film schon abgebrochen, wenn ich nicht die Besetzung gekannt hätte. Also weiter in diesem Cinderella-Verschnitt.
Nora lernt in ihrem Hotel den Schauspieler Nick (Justin Theroux) kennen, der mit ihr ausgeht. Endlich hat sie ihren Eltern (Gena Rowlands und Peter Bogdanovich) etwas zu erzählen. Doch diese Affäre ist nur von kurzer Dauer. Noras beste Freundin Audrey (Drea de Matteo) und ihr Mann Mark (Tim Guinee) scheinen ein glückliches Paar zu sein und feiern gerade ihren fünften Hochzeitstag, aber Audrey ist eher unglücklich mit ihrem Eheleben.
Nora hat noch weitere Dates mit Männern, aber alle verlaufen eher unerfreulich, bis sie auf einer Party den Franzosen Julien (Melvil Poupaud) kennenlernt. Julien interessiert sich wirklich für Nora, was bei ihr sogleich eine Art von Panik hervorruft. Der plötzlichen Nähe zu einem Mann kann sie nichts entgegensetzen und so flüchtet sie sich in einen Tablettencocktail.
Als Julien ihr mitteilt, wieder nach Paris zurückzukehren, lässt sie ihn gehen, obwohl er sie bittet, ihn zu begleiten. Erst viel später macht sie sich auf, ihn zu finden, aber da hat sie seine Nummer schon verloren. Wird es ein Wiedersehen geben?
Zoe Cassavetes ist die Tochter des großen Regisseurs John Cassavetes. Nun, Talent ist eben nicht erblich, das zeigt sich hier ganz deutlich. Die ganze Geschichte ist nicht ausgereift genug, um unterhalten zu können und gleichzeitig auch noch so dünn und voller Klischees, dass es schon schmerzt. An den Darstellern liegt es nicht, die leisten gute Arbeit, aber insgesamt bleibt nur ein fader Nachgeschmack. Die Frauen sind mal wieder nur verzweifelt, egal ob sie nun einen Mann haben oder auch nicht. Geht's noch?
Insgesamt gesehen kein empfehlenswerter Film, den hier aber auch sowieso niemand sehen wird. Die gute Besetzung kann einem nur leid tun.
Abonnieren
Posts (Atom)




