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Samstag, 30. August 2014

Vendredi soir

"Vendredi soir" ist ein Film von Claire Denis aus dem Jahr 2002. Das Drehbuch schrieb Denis zusammen mit Emmanuèle Bernheim. Kamerafrau war hier erneut Agnès Godard.

Ein Freitagabend in Paris. Laure (Valérie Lemercier) löst ihre Wohnung auf und packt alle ihre Sachen in Umzugskartons. Am nächsten Tag wird sie zu ihrem Freund und in dessen Wohnung ziehen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und man fühlt, dass Laure etwas unsicher ist. Der Abschied von ihrer Wohnung und dem Mietshaus fällt ihr schwer. Ist die Entscheidung für ein neues Leben wirklich richtig, gibt es eventuell einen Weg zurück?

Nachdem die Kartons gepackt sind, macht sich Laure auf zu einem Abendessen bei Freunden. Doch an diesem Abend herrscht in Paris ein Verkehrschaos, weil der öffentliche Personen-Nahverkehr streikt. Die Straßen sind überfüllt mit Autos und es geht höchstens schrittweise voran. Die Nachrichten im Radio wiederholen sich immer wieder und es wird empfohlen Anhalter mitzunehmen, die sonst in der Kälte nur zu Fuß unterwegs wären.

Da klopft Jean (Vincent Lindon) an die Seitenscheibe von Laures Auto und bittet darum, einsteigen zu dürfen. Sie lässt ihn herein und das ist der Beginn einer außergewöhnlichen Nacht, mit der keiner von ihnen gerechnet hat. Lange Zeit noch werden sie im Stau stehen, bevor sich endlich wieder etwas bewegt. Laure ruft von einer Telefonzelle aus ihre Freundin an und teilt ihr mit, nicht zum Abendessen erscheinen zu können. Nun hat sie kein festes Ziel mehr für diese Nacht, aber mit Jean einen Mann an ihrer Seite, der sie immer mehr elektrisiert.

Laure und Jean lassen sich fast wortlos durch die Nacht treiben und nehmen sich schließlich ein Hotelzimmer. Es wird kaum geredet, aber die Anziehung zwischen ihnen ist spürbar. Noch einmal werden sie das Zimmer verlassen, um etwas zu essen, aber dann verbringen sie eine leidenschaftliche Nacht zusammen. Am nächsten Morgen verlässt Laure das Hotel und den schlafenden Jean und läuft durch die Straßen von Paris. Wohin ihr Weg sie führen mag? Wer weiß das schon...

Mal wieder ein wunderbarer Film von Claire Denis, den es hierzulande nicht gibt und den ich mir deswegen im französischen Original mit englischen Untertiteln besorgt habe. Immerhin besser als nichts. Ist das deutsche Publikum aber wirklich nicht bereit für die Filme dieser herausragenden Regisseurin? Gut, in diesem Fall will ich mal nachsichtig sein, der ist wirklich nichts für jeden Geschmack, weil sich die meisten Zuschauer hier wohl tatsächlich langweilen dürften. Muss aber gar nicht sein, denn Claire Denis und Agnès Godard liefern hier wunderbare Bilder einer verzauberten Nacht, in der eigentlich sehr viel passiert, wenn man seine Augen und Sinne offen hat und auch Kleinigkeiten erkennen kann.

Auf jeden Fall sind Valérie Lemercier und Vincent Lindon toll besetzt und fesseln den Zuschauer von Beginn an mit ihrer Darstellung. Man ist ihnen ganz nahe und das in wirklich jeder Szene. Hervorragend gespielt. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein größeres Publikum für die Filme von Claire Denis begeistern könnte.

Sonntag, 11. Mai 2014

Les Salauds

"Les Salauds" - "Bastards" ist ein Film von Claire Denis aus dem Jahr 2013. Das Drehbuch schrieb Denis zusammen mit Jean-Pol Fargeau. Kamerafrau war hier erneut Agnès Godard und der fabelhafte Soundtrack stammt wie so oft von den "Tindersticks".

Marco Silvestri (Vincent Lindon) fährt als Kapitän über die Weltmeere, seine familiären Verbindungen hat er hinter sich gelassen. Da erreicht ihn ein dringender Anruf seiner Schwester Sandra (Julie Bataille) aus Paris. Ihr Mann Jacques (Laurent Grévill) hat sich das Leben genommen, der Familienbetrieb ist am Ende und ihre Tochter Justine (Lola Créton) liegt nach einem schweren sexuellen Missbrauch in der Klinik und spricht nicht mehr. Sandra beschuldigt den reichen Industriellen Edouard Laporte (Michel Subor) am Untergang des Familienunternehmens schuld zu sein, beweisen kann sie es aber nicht. Marco versucht erfolglos, sich ein Bild von den Umständen zu machen. Wohin er auch blickt, es wird alles immer schlimmer, als er es erwartet hatte.

Er mietet sich eine Wohnung in dem Haus, in dem auch Raphaëlle (Chiara Mastroianni), die aktuelle Geliebte des wesentlich älteren Laporte, mit ihrem kleinen Sohn lebt. Joseph ist der Sohn von Laporte und er und seine Mutter werden von diesem großzügig versorgt. Marco beginnt eine Affäre mit Raphaëlle, was Laporte natürlich nicht verborgen bleibt.

Um seine Schwester finanziell zu unterstützen, macht Marco alles zu Geld, was er besitzt, doch auch das reicht nicht, um wirklich zu helfen. Nach und nach bekommt Marco eine Ahnung, wie es tatsächlich um seine Familie steht, auch wenn Sandra sich immer noch sehr bedeckt hält und ihrem Bruder eine Mitschuld an der Tragödie gibt, weil er sich nicht um sie gekümmert hat.

Der sexuelle Missbrauch an Justine und ihre schweren Verletzungen davon ergeben langsam ein Bild, das man lieber nicht gesehen hätte. Eine alte Scheune auf dem Land bildet den Hintergrund für einen Sex-Ring, in dem neben der Familie von Marcos Schwester auch Laporte eine Rolle zu spielen scheint. Laporte selbst ist unangreifbar und hat für alles seine Leute, die die Drecksarbeit für ihn erledigen. Er weiß, wer Marco ist und dass dieser ihn für seine Taten verantwortlich machen will. Um ihn aufzuhalten, nimmt er Raphaëlle den Sohn weg, was zu einer weiteren Tragödie führt.

Dieser Film ist nichts für schwache Nerven, auch wenn er sehr leise und bedächtig daherkommt. Wer hier allerdings Action erwartet, der ist garantiert im falschen Film. Das Grauen entsteht im Kopf, während man die fabelhaften Bilder von Agnès Godard auf sich wirken lässt. Die Stimmung ist düster und bedrohlich, es wird nicht viel gesprochen und auch nicht alles erklärt, muss es aber auch gar nicht. Wenn mit den letzten, unter die Haut gehenden Bildern der Song "Put your love in me" von den "Tindersticks" einsetzt, schnappt man als Zuschauer automatisch nach Luft, weil man nicht glauben will, was man dort sieht. Der Film wirkt noch lange nach, ebenso wie der hypnotische Soundtrack.

Die Schauspieler sind exzellent, allen voran der fabelhafte Vincent Lindon als schweigsamer Rächer ohne wirklichen Plan, die schöne Chiara Mastroianni als Geliebte und der großartige Michel Subor als Verkörperung des Bösen. In den Nebenrollen tummeln sich mit Alex Descas und Grégoire Colin alte Bekannte aus früheren Filmen von Claire Denis, die wie immer sehr sehenswert sind.

Ein moderner Film Noir, dessen Bilder man nicht so schnell aus dem Kopf bekommt und damit meine ich nicht nur den Blick auf einen am Boden liegenden blutigen Maiskolben, der einen Schaudern lässt. Claire Denis gehört zu den besten französischen Regisseurinnen die es gibt, doch leider sind ihre Filme in Deutschland nicht so bekannt und auch nur schwer zu bekommen. "Les Salauds" habe ich mir in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln auf DVD gekauft, ob er irgendwann auch mit deutschen Untertiteln zu haben sein wird, halte ich für fraglich. Schade, hier sperrt man das interessierte Publikum gleich wieder aus, bzw. überlässt es sich selbst, den Film irgendwie zu beschaffen. Mehr Aufmerksamkeit hätten die Filme von Claire Denis auf jeden Fall verdient. Ganz große Empfehlung.


Montag, 13. Juni 2011

35 Rum

"35 Rum" - "35 Rhums" ist ein Film von Claire Denis aus dem Jahr 2008. Das Drehbuch schrieb sie auch hier wieder zusammen mit Jean-Pol Fargeau.

Lionel (Alex Descas) ist kreolischer Abstammung und lebt zusammen mit seiner bildschönen Tochter Joséphine (Mati Diop) in einem Pariser Vorort. Er ist Zugführer und hat seine Tochter allein großgezogen, da die Mutter schon früh gestorben ist. Lionel und Joséphine leben glücklich zusammen und haben einen vertrauten, zärtlichen Umgang miteinander, doch Lionel weiß auch, dass es langsam an der Zeit ist, Joséphine gehen zu lassen.

Die Taxifahrerin Gabrielle (Nicole Dogue), die im gleichen Haus wohnt, ist schon seit vielen Jahren in Lionel verliebt und hat sich auch immer um Joséphine gekümmert, aber inzwischen ist ihre Aufdringlichkeit den beiden etwas lästig geworden. Der Nachbar Noé (Grégoire Colin) hat seine Wohnung von seinen verstorbenen Eltern geerbt und seitdem nichts dort verändert. Er kümmert sich um die alte Katze, aber sonst hält ihn dort nicht viel, außer der stillen Liebe zu Joséphine. Als die Katze eines Tages stirbt, will Noé wegziehen und Joséphine muss eine Entscheidung treffen.

Ein Kollege von Lionel, der alte René (Julieth Mars Toussaint), wird in den Ruhestand verabschiedet, vor dem er sich allerdings fürchtet und sich daraufhin kurze Zeit später das Leben nimmt. Lionel erkennt, das die Zeit auch für ihn nicht stehenbleibt und unternimmt mit Joséphine einen Ausflug nach Lübeck, ans Grab ihrer Mutter, bevor Joséphine und Noé heiraten werden.

Der Film erzählt eine ganz zauberhafte Vater-Tochter-Geschichte, die direkt ins Herz geht. Eine leise Melancholie zieht sich dabei durch den Film, der sehr schön ist und auch ein bisschen traurig. Claire Denis erzählt ihre Geschichte herrlich unaufgeregt und ausgesprochen ruhig, darauf muss man sich einlassen können. Viele Szenen sind einfach still und schön anzuschauen, aber viel passiert eben nicht. Muss aber auch nicht sein, denn der Film überzeugt gerade durch seine Stille und Schlichtheit und durch die Geschichten der handelnden Personen und ihre Verbindungen untereinander. Eine Wohltat und der passende Film für einen ruhigen Tag.

Ich habe aber doch noch etwas auszusetzen, auch wenn es mir sehr leid tut: Bei dem Ausflug nach Lübeck, der meiner Meinung nach komplett überflüssig ist, besuchen Lionel und Joséphine die Schwester der verstorbenen Mutter, die hier von Ingrid Caven gespielt wird. Da erleidet der schöne Film einen unnötigen Bruch, der nicht hätte sein müssen. Ich fand Ingrid Caven schon bei Fassbinder immer schlimm, aber dieser Eindruck verstärkt sich noch mit zunehmendem Alter, damit meine ich sowohl mein eigenes, als auch das von Frau Caven. Hier ist sie mal wieder völlig neben der Spur und wirkt so, als hätte sie gerade etwas eingenommen. Egal, solange sie wenigstens nicht singt und das tut sie hier glücklicherweise nicht.

Davon abgesehen ist der Film überaus gelungen, in schönen Bildern eingefangen und sehr empfehlenswert für Freunde kleiner Filmperlen. Die Darsteller sind absolut hinreißend - mit einer besagten Ausnahme - und sorgen dafür, dass man sie direkt ins Herz schließt. Ganz große Empfehlung.

Sonntag, 5. Juni 2011

Beau Travail

"Beau Travail" ist ein Film von Claire Denis aus dem Jahr 1999. Das Drehbuch schrieb sie zusammen mit Jean-Paul Fargeau. Die Handlung beruht zum Teil auf dem Roman "Billy Budd" von Herman Melville, der auch Grundlage der gleichnamigen Oper von Benjamin Britten ist.

Eine Truppe französischer Fremdenlegionäre ist in Djibouti stationiert. Sergeant Galoup (Denis Lavant) erzählt die Geschichte aus dem Off. Seine Zeit bei der Legion ist vorbei, er musste gehen, aber dazu später. Man sieht die Männer bei ihrer alltäglichen Arbeit, beim Training, beim Waschen und Bügeln, eben einfach Routine. Was sie dort eigentlich zu suchen haben, wer weiß das schon. Sie führen einen aussichtslosen Krieg gegen niemanden, außer vielleicht sich selbst.

Das ist alles in fantastischen Bildern eingefangen, man spürt die Hitze und den Wind auf der Haut, während im Hintergrund das Meer unglaublich blau leuchtet. Sergeant Galoup entwickelt inzwischen eine wahre Obsession für den Neuankömmling Gilles Sentain (Grégoire Colin), die bald auch nicht mehr seinem Vorgesetzten Commander Bruno Forestier (Michel Subor) verborgen bleibt. Galoup beschließt daraufhin, Sentain loszuwerden und setzt ihn wegen eines extra herbeigeführten Verstoßes in der Salzwüste aus, nur ausgestattet mit einem defekten Kompass. Als Forestier davon erfährt, muss Galoup die Legion verlassen. Wieder zurück in Frankreich findet er jedoch nicht ins Leben zurück, da die Legion sein ganzes Leben und seine Familie war. Nun, ohne Uniform, ist er ein Nichts und eben nichts unterscheidet ihn mehr von den anderen Menschen.

Als schönes Schlussbild sieht man Galoup einsam in einer Disco zu dem Song "The Rhythm of the Night" tanzen, erst zurückhaltend, dann aber immer offensiver. Ganz langsam kann er seine innere Beherrschung aufgeben und endlich mal gelöst sein. Was aus ihm wird, das erfahren wir hier nicht.

Claire Denis hat hier einen unglaublich ästhetischen und beeindruckenden Film präsentiert, in dem sie die männliche Schönheit wahrlich zelebriert und die Charaktere trotz ihrer Ambivalenz immer menschlich und glaubhaft zeigt. Gewalt und Begierde gehen hier Hand in Hand und Ähnlichkeiten zu beispielsweise Derek Jarmans "Sebastiane" aus dem Jahr 1976 drängen sich förmlich auf. Die Beziehung zwischen Galoup und Sentain erinnert mich auch ein bisschen an das Verhältnis zwischen Leutnant Seblon und dem Matrosen Querelle (Roman von Jean Genet, Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1982), auch wenn die Handlung hier eine andere ist. Gemeinsamkeiten gibt es trotzdem.

Insgesamt gesehen ein sehr sehenswerter, wenn auch sehr spezieller Film, der mich jedoch überzeugt hat. Besonders Denis Lavant ist mehr als nur einen Blick wert. Leider ist die DVD nur in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln erhältlich, aber gesprochen wird sowieso nicht viel. Sehr empfehlenswert.
    

Samstag, 9. April 2011

Ich kann nicht schlafen

"Ich kann nicht schlafen" - "J'ai pas sommeil" ist ein Film von Claire Denis (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 1994 und erscheint jetzt hierzulande erstmals auf DVD.

Paris, 18. Arrondissement, das ist der Schauplatz an dem wir für kurze Zeit einigen Menschen begegnen und einen flüchtigen Blick in ihr Leben erhaschen, bevor alles wieder vorbei ist. Die junge Daiga (Katerina Golubeva) kommt mit ihrem alten Auto den langen Weg aus Litauen hierher, weil ein Theaterregisseur ihr falsche Hoffnungen gemacht hat. Ohne große Sprachkenntnisse landet sie bei einer alten Tante, die ihr dann eine Unterkunft und eine Arbeit als Zimmermädchen im Hotel der älteren Ninon (Line Renaud) verschafft.

Dort wohnt auch der bildschöne Camille (Richard Courcet), der in einem Nachtclub als Transvestit auftritt und der, was niemand weiß, zusammen mit seinem Liebhaber Raphael (Vincent Dupont) alte Frauen in ihren Wohnungen überfällt, ausraubt und tötet, um seinen Lebensstil zu erhalten. Camilles älterer Bruder Theo (Alex Descas) ist Musiker, muss aber nebenbei als Schwarzarbeiter sein Geld verdienen, um seinen kleinen Sohn und seine Frau Mona (Beatrice Dalle) zu versorgen. Theo will unbedingt nach Martinique, wo seine Familie ursprünglich herkommt, weil er glaubt, dort ein besseres Leben zu haben. Seine Frau Mona möchte das aber auf keinen Fall, was immer wieder zum Streit zwischen den beiden führt.

Als eines der Opfer von Camille und Raphael überlebt und der Polizei eine Beschreibung der Täter liefern kann, endet die Serie der Überfälle und die beiden werden gefasst. Camille wirkt beinahe teilnahmslos, als hätte er nur darauf gewartet. Am Ende verlässt Daiga in ihrem alten Auto wieder Paris, auch ihr Traum vom Glück ist zerplatzt, geblieben ist ihr nur die Vorstellung eines Lebens, das es so wie sie es sich erträumt hat, nicht geben wird.

Das ist ein wunderbarer Film über Menschen, die alle scheinbar verloren und ziellos durchs Leben treiben, bei Tag und auch bei Nacht. Die Schicksale der einzelnen Personen berühren und bleiben gleichzeitig doch fremd, man taucht ein in ihre Welt und kommt ihnen doch nie zu nahe. Die Nacht spielt hier eine große Rolle, denn alle sind scheinbar immer unterwegs oder wie es Ninon über ihre alte Muter sagt: "Sie kann nicht schlafen, weil sie Angst hat etwas zu verpassen". Das trifft hier auf beinahe alle Personen zu.

Die Geschichte des Serienkillers beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit. In den Achtziger Jahren war Thierry Paulin der tatsächliche Oma-Mörder, der dann aber auch gefasst wurde und kurze Zeit später an den Folgen von Aids starb.

Die Schauspieler sind fast ausnahmslos gut besetzt, besonders Richard Courcet kann hier überzeugen, obwohl er eigentlich kein professioneller Schauspieler ist, aber er passt perfekt in seine Rolle. Line Renaud hat mir in der Rolle der Ninon auch sehr gut gefallen, die Frau ist einfach toll. Weniger begeistert bin ich allerdings von Beatrice Dalle, die hier wie üblich wohl nur auf Grund ihrer "körperlichen Vorzüge" besetzt wurde, was mit Schauspielerei allerdings nichts zu tun hat. Mich hat sie in erster Linie nur genervt. Da ist kein weiterer Kommentar nötig.

Insgesamt gesehen ein eher unaufgeregter Film, in dem nur wenig gesprochen wird, der aber mit wunderbarer Musik unterlegt ist und durch großartige Bilder besticht. Auf jeden Fall ein Film für Liebhaber außergewöhnlicher Filmstoffe. Es ist schön, dass diese DVD-Veröffentlichung nun ein kleines Meisterwerk ans Tageslicht bringt. Sehr empfehlenswert.