Sonntag, 22. August 2010

The Devil's Backbone

"The Devil's Backbone" - "Das Rückgrat des Teufels" ist ein Film von Guillermo del Toro (Regie und Drehbuch) aus dem Jahr 2001. Produzent war hier unter anderem Pedro Almodovar.

Der Film spielt im Jahr 1939 während des spanischen Bürgerkrieges in einem abgelegenen Waisenhaus. Der junge Carlos wird in dem Haus, das von der Leiterin Carmen (Marisa Paredes) und dem gutmütigen Dr. Casares (Federico Luppi) geführt wird, aufgenommen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit dem jungen Jaime und den anderen Kindern, wird Carlos in die Gruppe aufgenommen. Immer öfter erscheint ihm allerdings der Geist eines kleinen Jungen und bald findet er heraus, dass es sich hierbei um den jungen Santi handelt, der vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Am Abend seines Verschwindens ist eine große Fliegerbombe im Hof des Waisenhauses gelandet, aber nicht detoniert. Diese Bombe steht nun immer noch als Mahnmal dort und es geht eine ständige Bedrohung von ihr aus, auch wenn sie angeblich entschärft wurde.

Carmen und Dr. Casares haben in einem Versteck Gold gelagert, mit dem sie die Rebellen unterstützen wollen. Der zwielichtige Handlanger Jacinto (Eduardo Noriega), der selbst als Kind in dem Waisenhaus aufgewachsen ist, weiß davon und will das Gold stehlen. Als Dr. Casares das Haus evakuieren will, muss Jacinto handeln und legt Feuer. Es kommt zu einer Katastrophe, bei der einige ihr Leben lassen müssen und die Kinder weitgehend auf sich gestellt sind, bevor dann schließlich auch noch der Geist von Santi sich an seinem Mörder rächen kann.

Das ist ein sehr ruhiger und beängstigend schöner kleiner Film, der nach einigem Anlauf sehr gefangen nimmt. Die Bilder sind großartig und packend, die Darsteller sind ausnahmslos gut besetzt, vor allen Dingen die Kinder. Die Geistermaske des kleinen Santi ist sehr außergewöhnlich, er sieht aus wie eine zerbrochene Porzellanpuppe, wirklich unglaublich gut gelungen. Aber auch Marisa Paredes, Federico Luppi und Eduardo Noriega überzeugen absolut in ihren Rollen. Besonders Eduardo Noriega ist wieder einmal hinreißend, mit dem Aussehen eines Engels und der Seele eines Teufels.

Wer hier einen reinen Horrorfilm erwartet, der wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Vielmehr ist hier eine kleine Perle entstanden, ein Film der berührt und bewegt. Keine leichte Kost, aber sehr gelungen und überaus empfehlenswert.

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